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Sturmschäden
Park rund um Schloss Saareck bleibt noch zu

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Park rund um Schloss Saareck für Besucher und Passanten vorerst gesperrt. Das Gästehaus ist weiterhin zugänglich.
Aus Sicherheitsgründen bleibt der Park rund um Schloss Saareck für Besucher und Passanten vorerst gesperrt. Das Gästehaus ist weiterhin zugänglich. FOTO: V&B
Mettlach. Nach dem Unwetter vor rund zwei Wochen dauern die Aufräumarbeiten an. Der Saarpark in Mettlach bleibt vorerst für Besucher gesperrt.

( Auch zwei Wochen nach dem verheerenden Unwetter laufen die Aufräumarbeiten im Mettlacher Saarpark weiter. Gegen 16.30 Uhr am Freitag, 25. August, hatte sich das schwere Gewitter aus Richtung Luxemburg/Saarburg über der Region ausgetobt. Unzählige Bäume wurden durch die heftigen Sturmböen umgerissen, Straßen waren an vielen Stellen blockiert, Wohnungen und Stromleitungen durch umgestürzte Bäume beschädigt. Fast 400 Hilfskräfte, die in den betroffenen Kommunen alarmiert worden waren, steckten bis zum Hals in Arbeit. „Die Feuerwehr ist an der Kapazitätsgrenze“, beschrieb ein Sprecher der Polizei in Merzig die Mammutaufgabe der Einsatzkräfte. Ob in Losheim oder Wadern oder gar in Weiskirchen: Viele Straßen wurden gesperrt. Unter anderem hatte es die vielbefahrenen Verbindungsstraßen zwischen Losheim und Bachem (L 157) sowie die Straße durchs Heimlinger Tal zwischen Potsdamer Platz und B 268/Stausee erwischt. Hauptgrund: umstürzende  Bäume. Außerdem habe es in diversen Ortslagen durch das Unwetter ausgehobene Kanaldeckel gegeben.



„Ich habe so etwas noch nicht erlebt“, sagte der Waderner Bürgermeister Jochen Kuttler der SZ. Hagelkörner groß wie Mirabellen seien in seinem Wohnort Nunkirchen herniedergeprasselt, im Garten hinter seinem Wohnhaus habe der Sturm einen Baum umgefegt. „Ich musste bei dem Versuch, von Nunkirchen nach Merzig zu kommen, dreimal umkehren, weil die Straßen gesperrt waren“, erzählte der Waderner Rathauschef. An einem Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte wurde ein Ampelschirm von den Sturmböen aus der Halterung gehoben und krachte in die Heckscheibe eines geparkten Autos. An einem anderen Fahrzeug wurde durch den Schirm die Lackierung zerkratzt. Durch umgestürzte Bäume wurden in Nunkirchen zwei geparkte Autos beschädigt, der Ort ist nach den Worten des Bürgermeisters in der Stadt Wadern am heftigsten von dem Unwetter betroffen gewesen. In Noswendel, Lockweiler und Nunkirchen sowie in zahlreichen anderen Orten seien zudem Keller nach den starken Niederschlägen vollgelaufen.

Gleiches Bild auch in Mettlach: Die Britter Straße wurde nach Mitteilung der Polizei durch eine Geröll-Lawine teilweise blockiert. Ebenfalls Vollsperrungen meldete sie auf den Straßen zwischen Nohn und Orscholz sowie Mettlach und Orscholz (Mettlacher Berg). Unter der Wucht des Sturmes kippten Bäume um, wurden entwurzelt – so wie im Abteipark und im Saarpark von Villeroy & Boch in Mettlach. Die Folge: Die Verantwortlichen des Keramik-Unternehmes zogen die Reißleine und sperrten beide Anlagen. Der Grund: zu gefährlich für Besucher. Mehrere Dutzend Bäume und Sträucher sind nach Angaben der V&B-Sprecherin dem Sturm zum Opfer gefallen: alte Eichen ebenso wie Linden und Buchen. Auch hatten sich Äste in den Kronen der Bäume gelöst, und drohten herab zu stürzen.

Unmittelbar nachdem das Unwetter abgezogen war, rückten Helfer an, um mit den Aufräumarbeiten zu beginnen. Mit Hilfe der Feuerwehr und externer Dienstleistern arbeite Villeroy & Boch seitdem daran, die entstandenen Sturmschäden in den Parks zu beseitigen. „Der Abteipark der Hauptverwaltung ist mittlerweile wieder für Besucher freigegeben“, sagt die Sprecherin. Die Aufräumarbeiten im Park von Schloss Saareck dauern nach ihren Worten an. „Bis alle Schäden beseitigt sein werden, bleibt der Park geschlossen.“ Aktuell begutachte Villeroy & Boch gemeinsam mit dem Forstunternehmen alle Bäume und beseitige loses Astwerk.

Gemeinsam mit der Feuerwehr und danach mit externen Dienstleistern arbeitet Villeroy & Boch daran, loses Astwerk zu beseitigen.
Gemeinsam mit der Feuerwehr und danach mit externen Dienstleistern arbeitet Villeroy & Boch daran, loses Astwerk zu beseitigen. FOTO: V&B
Das Unwetter, das vor etwas mehr als zwei Wochen über das Nordsaarland zog, war so stark, dass es Bäume entwurzelte und umstürzen ließ.
Das Unwetter, das vor etwas mehr als zwei Wochen über das Nordsaarland zog, war so stark, dass es Bäume entwurzelte und umstürzen ließ. FOTO: V&B
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