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Ortsgruppe Mettlach der IGBCE ehrte verdiente Mitglieder

Mettlach : Viele Jahre im Sinne der Gewerkschaft

Die Ortsgruppe Mettlach der IGBCE hat bei ihrem Familienabend verdiente Mitglieder für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet.

„In der heutigen Zeit ist es nicht selbstverständlich, Mitglied einer Gewerkschaft zu sein. Von daher freue ich mich, heute Abend etliche Jubilarinnen und Jubilare für treue Mitgliedschaften innerhalb unseres Familienabends ehren zu können.“ Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende Franz-Josef Zender von der IGBCE-Ortsgruppe Mettlach zahlreiche Mitglieder zum traditionellen Familienabend. Ehrengast war Kollege Thomas Kalbe vom Bezirk Saarbrücken. „In diesem Kreise möchten wir heute einige gesellige Stunden verbringen und uns an alte Zeiten erinnern“, ergänzte Zender, der allen dankte, sowohl aktiven als auch inaktiven Kollegen, dass sie der Gewerkschaft über diese langen Jahre die Treue gehalten haben.

„Ihr seid wichtiger Bestandteil der Gewerkschaft, habt für viele Sachen wie 35-Stunden-Woche, Urlaubsgeld oder Jahresprämie, um nur einige zu nennen, gekämpft, von denen jetzt die jüngeren Kolleginnen und Kollegen profitieren. Ihr habt aber auch eure Überzeugung für die Gewerkschaft weitergegeben an die nächste Generation“, ergänzte Zender. Stolz sei die Ortsgruppe immer wieder auf die Mitglieder, die beim Eintritt in die Rente dennoch in der Gewerkschaft bleiben. Was mit Überzeugung und Kampfgeist aufgebaut wurde, gelte es zu erhalten.

Der Vorsitzende machte auch einen Abstecher in die aktuelle Politik. „Bei allen Klimawandel-Debatten, die sein müssen, sollte aber auch an die Arbeitsplätze gedacht werden, denn ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld keine Lebensqualität“, betonte Zender. Zur Rentenpolitik meinte Zender, dass alle europäischen Nachbarn ihr Rentenprobleme gelöst haben, nur eben in Deutschland sei dies mit der großen Koalition nicht möglich gewesen. Ziel der Gewerkschaften sollte es sein, dass alle Arbeitnehmer, Unternehmer, Beamte und Politiker ihren Beitrag in eine Altersvorsorgekasse und eine Krankenkasse einzahlen. Für alle gelte dann die gleichen Regeln im Hinblick auf Arbeitsjahre und Höhe des Rentenniveaus ohne große Unterschiede. „Nur ein neues Rentensystem kann die jetzige Ungerechtigkeit lösen“, hob der Vorsitzende hervor.

Gewerkschaftsfunktionär Kalbe zeigte in seinem Grußwort die wichtigsten Ziele der heutigen Gewerkschaftsarbeit auf und legte dar, was die Gewerkschaft in der Vergangenheit so alles zum Wohl der Arbeitnehmer geleistet hat. „Gewerkschaftsarbeit ist nicht nur Mitbestimmung und Tarife aushandeln, oder Urlaub und Arbeitsbedingungen festlegen, sondern auch ein Kampf für soziale Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität“, betonte Kalbe.

Es profitieren nicht nur die aktiven Mitarbeiter von den positiven Errungenschaften einer Gewerkschaft, auch die, die heute nicht mehr im Berufsleben stehen, kriegen hiervon etwas ab, denn die Rente ist an die Entwicklung der Löhne gekoppelt, wenn gleich immer noch eine Ungerechtigkeit im Rentensystem vorherrscht“, sagte der Funktionär weiter. Sein Dank galt allen Mitgliedern für ihre Treue, auch für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten innerhalb unserer Gesellschaft, er wünschte allen weiterhin viel Gesundheit sowie Glück und Erfolg. Bevor es zum gemütlichen Teil überging, zeichneten Vorsitzender Zender und der Gewerkschaftsmitarbeiter Kalbe die Jubilare mit Urkunden und Geschenken aus.