Orscholz: Lehrer wählen Saarschleife als Patin aus

Orscholz : Lehrer wählen Saarschleife als Patin aus

Einstimmiger Kreistagsbeschluss: Die Gemeinschaftsschule Orscholz darf ihren Namen ändern.

Die Gemeinschaftsschule Orscholz darf ihren Namen in „Gemeinschaftsschule an der Saarschleife“ ändern. Das beschloss der Kreistag einstimmig in seiner jüngsten Sitzung.

Auf Beschluss der Schulkonferenz beantragte  Georg Dillschneider,  Schulleiter der Gemeinschaftsschule, im April mit einem Schreiben, die Schulbezeichnung ab dem Schuljahr 2019/2020 zu ändern. Laut Dillschneider habe man sich die Namenssuche nicht leicht gemacht. „Wir wollten die Schule eigentlich nach einer bekannten Frau benennen, wie Marie Curie. Letztendlich war der Wunsch nach dem Bezug zur Region größer“, sagte er in der Kreistagssitzung.

Der Schulleiter musste sich vor dem Kreistag rechtfertigen, denn bereits im November vergangenen Jahres verkündete die Schule die Namensänderung offiziell. Der Kreistag hatte dies jedoch noch nicht genehmigt. Der Druck sei anlässlich des Schulfestes von Eltern und Schüler gewachsen. CDU-Fraktionschef Edmund Kütten monierte: „Wir waren erschrocken, dass auf Facebook die Namensgebung bereits gefeiert wurde“, sagte Kütten, man habe den Kopf darüber geschüttelt. Ferner monierte er: „Wieso wurden nicht die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages eingeladen?“, fragte er Dillschneider, auch eine öffentliche Bekanntmachung der Namensänderung im Perler Amtsblatt kritisierte er. Dillschneider betonte: „Prinzipiell werden die Fraktionsvorsitzenden eingeladen“, allerdings habe man zu spät festgestellt, dass der Briefkasten in Nähe der Schule über Wochen nicht geleert wurde. Daher wurden die Einladung zu spät verschickt und der Kreistag überdies zu spät in Kenntnis gesetzt. Dabei stellte Dillschneider klar: „Der Name wurde bislang nicht offiziell geführt.“ Man sei dem Kreis für seine Unterstützung dankbar. Armin Jakobs (SPD) unterstützte den Schulleiter: Dillschneider habe klar gemacht, dass der Schule ein Fehler unterlaufen sei: „Fehler können passieren.“ Den Worten schloss sich Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich an und sagte: „Der Wunsch zur Änderung trifft auf unsere Zustimmung.“ Die Namensänderung ist mit geringfügigen finanziellen Auswirkungen durch Änderung des Briefkopfes und Schilder verbunden.

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