Bike-Marathon in Orscholz: Olympionike siegt an der Saarschleife

Bike-Marathon in Orscholz : Olympionike siegt an der Saarschleife

Kevin Van Hoovels aus Belgien hatte bei der 13. Auflage des Bike-Marathons in Orscholz die Nase vorn.

Nach einer langen Fahrt Rad an Rad trennten sich erst ganz zum Schluss ihre Wege. Kevin Van Hoovels aus Belgien und Roel Verhoeven aus den Niederlanden waren beim 13. Saarschleifen Bike-Marathon fast die gesamten 98 Kilometer gemeinsam unterwegs. Der Holländer gab zunächst das Tempo vor. Van Hoovels, der bei Olympia 2012 in London den 19. Platz im Cross Country belegt hatte, folgte Verhoeven über Stock und Stein, durch den Wald und die Ebene, bergauf und bergab. Im Ziel am Cloef-Atrium in Orscholz hatte der belgische Olympionike schließlich knapp die Nase vorne. Nur 16 Sekunden trennte das Duo, das sich an der Saarschleife gegenseitig zur Höchstleistung getrieben hatte. Denn Van Hoovels benötigte für die anspruchsvolle Langdistanz gerade mal 3:54:01 Stunden. Der neue „König der Saarschleife“ fuhr einen Schnitt von 25,13 Stundenkilometern und damit den schnellsten seit sechs Auflagen. Die rasanteste große Schleife überhaupt beim Bike-Marathon hatte 2011 der holländische Rekordsieger Ramses Bekkenk absolviert. Bei seinem dritten und letzten Triumph kam er auf ein Stundenmittel von 26,07 Stundenkilometern. Für Van Hoovels war es dagegen die Premiere – und eine erfreuliche dazu: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Der Kollege hat am Anfang viel Gas gegeben. Am Ende hatte ich ein bisschen mehr zuzusetzen. Ich freue mich, beim ersten Mal gleich gewonnen zu haben. Es ist eine sehr schöne Strecke“, sagte der 31-jährige Sieger aus Gent. Rang drei hinter dem schon nach der ersten von zwei Runden enteilten Spitzenduo ging an den Niederländer Remco Smits, der eine gute Viertelstunde später eintraf und vier Sekunden vor Peter Verstraete aus Belgien den letzten Podestplatz abstaubte.

Auf dem Podium stand Bettina Dietzen in den Vorjahren des Öfteren. Am Sonntag durfte die 41-Jährige nach 2011 wieder den Gesamtsieg bei den Frauen feiern. In 5:02:58 Stunden lag die Ulmenerin gut zwölf Minuten vor Mandy Platzdasch (Wehrheim) und fuhr ein einsames Rennen: „Vor allem die zweite Runde ist immer sehr hart. Da war ich heute wieder sehr viel alleine unterwegs und habe ein wenig gelitten. Zum Schluss ging es wieder besser“, verriet die strahlende Siegerin. Während Dietzen die Strecken bestens kennt und laut eigener Aussage auf ein konstantes Tempo setzt, musste die Holländerin Yvonne de Jong beim Debüt an der Saarschleife zwischendurch Tempo rausnehmen. „Ich bin etwas schneller angegangen. Als die erste Runde vorüber war, dachte ich mir nur: Oh Gott, ich muss ja noch eine fahren. Aber ich habe gut getrunken und gegessen und hatte am Ende doch noch Kraft. Ich freue mich sehr über meine Leistung“, sagte die 33-jährige aus Haarlem, die nur 23 Sekunden hinter Platzdasch als Drittschnellste ins Ziel kam.

Beim Veranstalter Saarschleife Touristik fiel das Fazit ebenfalls positiv aus: „Der Rennbetrieb war wieder ein Erfolg. Inklusive Nachmeldungen vor Ort gab es etwa 950 Meldungen. Damit sind wir auf jeden Fall zufrieden, zumal wir am Nürburgring und mit dem Triathlon in Merzig parallele Konkurrenzveranstaltungen hatten. Hinzu kommt die Ferienzeit, es ist kein Geheimnis, dass uns der ehemalige Termin im Mai lieber wäre“, sagte Jörg Grünbeck von der Rennleitung.

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