1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Mettlach

Nohner Bürger unterstützen Sanierung ihrer Pfarrkirche mit 10000 Euro

Renovierung in Nohn : Medarduskirche erstrahlt in neuem Glanz

Viele Nohner Bürger haben durch Spenden oder Arbeitseinsätze dabei mitgeholfen, das Gotteshaus wieder herzurichten.

Die 1923 erbaute Medarduskirche in Nohn erstrahlt seit wenigen Wochen in neuem Glanz. Nach der Außensanierung im Jahre 2015 und dem Einbau neuer Fenster im Mittelschiff, der zwei Jahre später erfolgte, wurden nun Innenraum und Sakristei neu verputzt und gestrichen.

Zum großen Bedauern der Pfarrgemeinde zieht sich das Bistum immer weiter aus der Finanzierung solcher Projekte zurück. Lediglich bauerhaltende Maßnahmen werden mit 60 Prozent der Kosten bezuschusst. So zahlte die Kirche von den 20 000 Euro, die Putz und Anstrich gekostet hatten, nur 3000 Euro. 7000 Euro kamen aus Zuschüssen von Land, Saartoto und Förderverein. Den Rest, stolze 10 000 Euro, brachten dank der Initiative des Pfarrgemeinderates die Nohner Bürger und Firmen auf.

Bei nur rund 650 Einwohnern sind 10 000 Euro Spendenaufkommen eine Summe, auf die die Gemeinde zu Recht stolz sein kann. Treibende Kraft bei der ganzen Aktion waren Pastor Hans Thomas Schmitt und zwei Mitglieder des Pfarrverwaltungsrates, Berthold Lorenz und Margarita Zeimet, die unermüdlich die Werbetrommel gerührt hatten.

Einiges kam mit den Kollekten zusammen, aber die Bürger wurden auch privat angeschrieben und angesprochen. „Rund 450 Briefe habe ich verschickt“, erzählt Lorenz. Zwei Drittel davon kamen mit einer Spende zurück.

Er war auf die Idee gekommen, auch Nohner, die wegen Heirat oder Beruf ausgewandert waren, in seine Briefaktion mit einzuschließen. Einige freuten sich so sehr darüber, dass man sich in ihrem Heimatort noch an sie erinnerte, dass sie sich spontan zurückmeldeten und großherzig spendeten.

Die Filialkirche St. Medardus in Nohn ist nun fertig renoviert. Unter anderem wurde der Innenraum neu verputzt und gestrichen. Viele Bürger des Ortes haben mitgeholfen. Foto: Werner Krewer
Ein Teil des Kreuzwegs, der ebenfalls restauriert wurde Foto: Werner Krewer

Neben finanziellen Zuwendungen wurde auch manch freiwillige Arbeit geleistet und viele Nohner packten beim Sanieren und Streichen tatkräftig mit an. Insgesamt haben die seit 2015 durchgeführten Maßnahmen rund 160 000 Euro gekostet, zu denen die Bürger einen großen Beitrag leisteten. Dies ist ein hoffnungsvolles Zeichen dafür, dass den Gläubigen ihre Kirche wichtig ist und dass eine eingeschworene Gemeinschaft an der Basis über mehr Opferbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein verfügt als der finanziell orientierte Verwaltungsüberbau in Trier.