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Wehingen
Ein Kleinbus macht die Wehinger mobil

Um auch auf dem Land mobil zu bleiben, hat der Förder- und Trägerverein Wehingen jetzt einen DoKi-Bus. Bei dessen Einweihung waren (v.l.) die Landtagsabgeordneten Martina Holzner, Dagmar Ensch-Engel, Ideengeberin Nadja Greweldinger, Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer, Landtagsabgeordneter Frank Wagner, Stefan Ollinger, Wehinger Ortsvorsteher, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, der Vorsitzende des Förder- und Trägervereins, Peter Schmitt, und der Staatssekretär im Umweltministerium , Roland Krämer, anwesend. Krämer überreichte an Schmitt einen symbolischen Scheck in Höhe von 34 387 Euro.
Um auch auf dem Land mobil zu bleiben, hat der Förder- und Trägerverein Wehingen jetzt einen DoKi-Bus. Bei dessen Einweihung waren (v.l.) die Landtagsabgeordneten Martina Holzner, Dagmar Ensch-Engel, Ideengeberin Nadja Greweldinger, Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer, Landtagsabgeordneter Frank Wagner, Stefan Ollinger, Wehinger Ortsvorsteher, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, der Vorsitzende des Förder- und Trägervereins, Peter Schmitt, und der Staatssekretär im Umweltministerium , Roland Krämer, anwesend. Krämer überreichte an Schmitt einen symbolischen Scheck in Höhe von 34 387 Euro. FOTO: Tina Leistenschneider
Wehingen. In dem Mettlacher Ortsteil soll das Projekt DoKi vor allem Kindern und Älteren das Fortkommen erleichtern.

Stundenlanges Warten auf den nächsten Bus für eine Fahrt in die benachbarten Dörfer oder Städte sind für die Menschen in Wehingen nun passé. Für die täglichen Fahrten in die Kindertagesstätte nach Tünsdorf oder zu Arztbesuchen hat der Förder- und Trägerverein Wehingen einen eigenen Kleintransporter organisiert. Der DoKi-Bus, kurz für „Dorf- und Kindergarten-Bus“, holt Kinder aus den Ortschaften Wehingen, Bethingen, Nohn und Tünsdorf morgens ab, fährt diese in die Kita und setzt sie wieder sicher zuhause ab. Auch Senioren, die für Versorgungs- und Bedarfsfahrten in die umliegenden Städte müssen, nimmt der DoKi-Bus mit. Als dritten Punkt hat der Verein ein Car-Sharing-Angebot für die lokalen Vereine eingerichtet, die sich den Kleintransporter bei Bedarf ausleihen können. In dem Gefährt haben neben der Fahrer acht Fahrgäste Platz, für die Kindergartenkinder hat der Verein selbstredend entsprechende Kindersitze und transportiert sieben Kinder mit einer Begleitperson in die Kita. Gesteuert wird der DoKi-Bus von drei Ehrenamtlern: Gisela Holler, Victor Scheier und Volker Böhring wollten als Rentner weiterhin etwas für die Gemeinde tun und übernehmen seit kurzem als Fahrer das Steuer des Kleintransporters. Sie befördern ihre Fahrgäste zu festen Zeiten oder individuell zu ihren Terminen.


„Wir haben lange genug für den Bus gekämpft“, sagte Ortsvorsteher Stefan Ollinger, bis der Förder- und Trägerverein Wehingen das Fahrzeug nun sein Eigen nennen durfte. Die Idee dazu hatte Nadja Greweldinger, die sich daran erinnerte, dass es solch einen Fahrdienst einst schon mal gab. Mit Ortsvorsteher Stefan Ollinger trat sie an Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer heran und brachte den Stein ins Rollen. Der DoKi-Bus wird durch zwei Projekte gefördert: zum einen durch das Projekt des Bundesministeriums für Verkehr und Wirtschaft zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum, das den Kleintransporter in Höhe von 36 000 Euro finanzierte. Dazu kommt die Leader-Förderung der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), der durch das saarländische Umweltministerium betreut wird.

Die Fixkosten für Steuern und Versicherung für den Kleinbus in Höhe von 4000 Euro übernimmt die Gemeinde Mettlach. 18 Sponsoren, bestehend aus dem Landkreis und Firmen aus der Region, helfen dem Verein zusätzlich dabei, die Energiekosten von 4500 Euro jährlich zu tragen. Seit wenigen Tagen ist der DoKi-Bus im Betrieb und transportiert bislang 15 Kinder in die Kita nach Tünsdorf.



Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich überreichte nun dieser Tage an den ersten Vorsitzenden des Förder- und Trägervereins Wehingen, Peter Schmitt, den symbolischen Schlüssel für den Bus. Anschließend segnete Pastor Thomas Schmitt das Beförderungsmittel. Schlegel-Friedrich dankte allen Beteiligten für ihr hartnäckiges Engagement und dafür, dass sie mit dem DoKi-Bus „ihr Patent“ in die Förderfähigkeit gebracht haben. Sie bezeichnete den Bus als „Modellprojekt“, anhand dessen ausgetestet werden soll, ob die Kleinbusse für mehr Mobilität im Landkreis sorgen. Auch Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer ermutigte die Bewohner dazu, „reichlich Gebrauch vom Angebot“ zu machen und betrachtet den Bus als „zukunftsweisendes Projekt“. Roland Krämer, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes, begrüßte die Umsetzung des Pilotprojektes durch die ehrenamtlichen Helfer. „Ein Dorf lebt davon, dass sich die Bewohner gemeinsam für etwas einsetzen“, sagte Krämer und sicherte weitere Förderung der Infrastruktur im ländlichen Raum zu.