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Neue Öffnungszeiten : Nach den Ferien verkürzte Öffnungszeiten

Neue Öffnungszeiten : Nach den Ferien verkürzte Öffnungszeiten

Gemeinde Mettlach kann wegen Personalengpass ihr Freibad zweimal in der Woche erst später öffnen.

( Sonne satt, die Temperaturen pendeln sich um die 30 Grad ein – ideal, um die Ferien zu genießen. Als hätten die Verantwortlichen im Mettlacher Rathaus es geahnt: In den sechs Wochen, in den die Schulen geschlossen sind, ist im Mettlacher Freibad Badespaß angesagt – von montags bis sonntags neun bis 20 Uhr. Und das allem Personal-Engpass zum Trotz. Ab dem ersten Schultag werden sich die Öffnungszeiten ändern, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt. So werde das Bad ab Montag, 6. August, bis zum Ende der Saison Anfang September täglich weiter bis 20 Uhr geöffnet bleiben. Allerdings wird an zwei Wochentagen, jeweils montags und donnerstags, der Badebetrieb erst um 13 Uhr starten, heißt es weiter aus dem Rathaus. An den übrigen Wochentagen bleibe es bei einer Öffnung ab 9 Uhr.

Als Grund für die eingeschränkten Öffnungszeiten nennt Bürgermeister Daniel Kiefer die enge Personaldecke im Freibad Mettlach. Sie macht es nach Worten des Verwaltungschefs auch nach den Sommerferien notwendig, die Öffnungszeiten im Freibad zurückzufahren. Kiefer verweist auf die Grenzen und Möglichkeiten, die ihn sowohl aus seiner Arbeitgeberverantwortung aber auch aus seiner Verantwortung als Betriebsleiter treffen. „Ich habe vollstes Verständnis für die Anliegen unserer Badegäste, muss aber – insbesondere aus haftungsrechtlicher Sicht – den eingesetzten Bademeistern auch die Chance auf zumindest einen arbeitsfreien Tag in der Woche eröffnen.“ Eine Sieben-Tage-Woche bis zum Ende der Badesaison könne und wolle er dem Personal nicht abverlangen, auch mit Blick auf die Sicherheit der Badegäste. „Ich hoffe, mit dieser leicht eingeschränkten Lösung einen für alle vertretbaren Kompromiss gefunden zu haben.“

Die Ankündigung vor der Sommersaison, die Notbremse zu ziehen und die Öffnungszeiten einzuschränken, hatte Gerüchte über eine mögliche Schließung ins Kraut schießen lassen (wir berichteten). „Von einer Schließung des Freibades kann jedoch keine Rede sein. Ich habe im Wahlkampf immer wieder betont, mich für den Erhalt des Freibades einzusetzen. Und zu dieser Aussage stehe ich auch heute noch. Denn ich erachte das Freibad wichtig für die Bürger unserer Gemeinde und für unsere Gäste“, sagte der Rathauschef damals auf SZ-Nachfrage. Die Gemeinde Mettlach habe zwei festangestellte Fachkräfte. Daher müssten in der rund fünfmonatige Sommersaison Saisonkräfte für eine Beckenaufsicht angeheuert werden. Dies sind in der Regel Rettungsschwimmer – Mitglieder der DLRG, die über das Rettungsschwimmer-Abzeichen in Silber verfügen. „In den vergangenen Jahren ist uns dies immer gelungen, solch qualifiziertes Personal zu rekrutieren.“

Doch werde der Kreis derer, die sich in diesen Hilfsorganisationen engagieren, immer kleiner. Das erschwere die Suche nach jungen oder jung gebliebenen Rettungsschwimmern immer mehr. „Im Frühjahr hatte die breit angelegte Bewerbersuche erstmals nicht gefruchtet. Kein Rettungsschwimmer konnte für das Freibad Mettlach als Saisonkraft gewonnen werden“, bedauert er. „Wir hatten erfolglos in Schulen geworben, ebenso bei den Vereinen.“ Zwei Leute könnten nicht jeden Tag elf Stunden für Sicherheit am im Becken sorgen.