| 19:12 Uhr

Mettlacher SPD droht Genossen mit Ausschluss

Mettlach. Krieg zwischen Berg und Tal? Jetzt will die Mettlacher SPD nach Worten ihres Vorsitzenden Markus Rausch ein Parteiausschlussverfahren gegen die Genossen aus Orscholz anstreben. Damit reagiert Rausch auf die Ankündigung seiner Parteifreunde vom Berg. Diese hatten für ihre Mitgliederversammlung am Mittwoch, 24. August, 19 Uhr, im Gemeindehaus eine Diskussion über ein Parteiausschlussverfahren gegen die beiden verbliebenen Protagonisten der Immobilien-Affäre "Auf Kappelt" auf die Tagesordnung gesetzt. Dem Vernehmen nach soll es sich um Rausch und Hans-Georg Stritter handeln. Margit Stark

Der Ortsverein Mettlach werde "in einer ebenfalls ein zu berufenden Mitgliederversammlung zu prüfen haben, ob nicht den Protagonisten im SPD-OV Orscholz durch ihr Verhalten ein parteischädliches Verhalten vorgeworfen und gegen diese ein solches Pateiausschlussverfahren durch den OV Mettlach beantragt werden muss", schreibt Rausch in einer Stellungnahme. Nach seinem Bekunden habe die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion , Petra Berg , gegenüber Stritter den Antrag als wohl reine Polemik bezeichnet, der durch nichts zu untermauern sei. "Ein Parteiausschlussverfahren dürfte bereits parteirechtlich nicht möglich sein, da mir die Partei kein parteischädliches Verhalten vorwerfen kann", teilte Rausch weiter mit. Er habe das ehemalige Hotel-Restaurant in Saarhözbach legal ersteigert, Stritter habe es legal an die Gemeinde vermietet, wie er ergänzt. Bereits in der Ankündigung der Orscholzer SPD zeige sich, dass die Verantwortlichen dort augenscheinlich die Materie überhaupt nicht überblickten, ebenso nicht den eigentlichen Sachverhalt, schreibt Rausch. Bislang habe man weder ihm noch Stritter ein "greifbares verwerfbares Verhalten" vorwerfen können.