Mettlacher Gemeinderat diskutiert Teilaufhebung des Bebauungsplanes

Saarhölzbach : CDU im Mettlacher Rat macht sich für die Bürgerkarte stark

(red) „Familien müssen von Investitionen profitieren, und die Bürgerkarte muss kommen“, fordert der CDU-Ortsverband Orscholz im Vorfeld der  Sitzung des Mettlacher Gemeinderates am heutigen Mittwoch, 30. Januar, 17.30 Uhr.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, werden die Fraktionen im Sitzungssaal von Schloss Ziegelberg im nichtöffentlichen Teil über einen Pachtvertrag mit der Erlebnisakademie (EAK) beraten. Das Unternehmen aus dem bayerischen Bad Kötzting plant, zwei Spielplätze am Blumenfels zu bauen – einen kostenlosen und einen kostenpflichtigen. „Bereits im August vergangenen Jahres habe ich in der Ortsratssitzung einen modernisierten, öffentlichen Spielplatz als notwendige Alternative zu dem diskutierten Erlebnispark gefordert“, sagt Oliver Wacht, Vorsitzender der CDU Orscholz und Mitglied des Ortsrates.  Hierbei stehen für seine Partei  laut Wacht klar die Orscholzer Familien im Fokus.

 Die aktuellen Zustände im Umfeld des ehemaligen Abenteuerspielplatzes nennt er nicht hinnehmbar. „Wir brauchen eine modernisierte Alternative, die sowohl den Sicherheitsaspekt berücksichtigt, als auch ein angemessenes Spieleangebot für die Kinder bereithält.“ Hierfür sei die  Fläche zwischen Parkplatz und Eingang Baumwipfelpfad sehr gut geeignet. „Den öffentlichen Spielplatz dort anzusiedeln würde das Angebot am Atrium erweitern, aufwerten und wäre zudem für Familien mit kleinen und großen Kindern wunderbar zu erreichen.“ Die Nähe zum Parkplatz werde durch die angedachte Einfriedung der Fläche unterbunden. Dadurch sei die Sicherheit der Kinder gewährleistet.

 Die geplanten Investitionen der Erlebnisakademie rund um den Blumenfels bewertet der CDU-Politiker positiv: „Hier kommt es durch die Investition der EAK zu einer Wiederbelebung der Gaststätte Blumenfels sowie zu einer Erneuerung der öffentlichen Toiletten. Abgesehen vom Erlebnispark wird dadurch eine frei zugängliche Möglichkeit geschaffen, das fußläufige Dreieck zwischen Kurklinik, Atrium und Blumenfels aufleben zu lassen.“

 Mit Blick auf den kostenpflichtigen Erlebnispark sieht Wacht die Verwaltung in der Pflicht: „Es muss eine Möglichkeit für die Menschen aus Orscholz geschaffen werden, mindestens einmal im Jahr diese Attraktion kostenfrei nutzen zu können.“ Für ihn eine Alternative: Die Finanzierung  über die Bürgerkarte abzuwickeln, die die  CDU-Fraktion im Haushalt eingebracht habe.  . „Die Umsetzung dieser Bürgerkarte ist uns eine Herzensangelegenheit. Mit steigender Attraktivität der Gemeinde und zunehmenden, attraktiven Angeboten muss es für die Menschen vor Ort spürbare Anreize geben, um von dieser Entwicklung zu profitieren. Dafür kämpfen wir in den Räten“, kündigte er an.

 Im öffentlichen Tel der Sitzung steht die Teilaufhebung des Bebauungsplanes „Hochwaldstraße“ in Saarhölzbach  auf der Tagesordnung. 1971 war der Plan aufgestellt worden, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für diesen Bereich zu schaffen, um Häuser zu bauen. Das geht aus der Tischvorlage zu der Sitzung  hervor. „Mittlerweile ist das Wohngebiet fast völlig bebaut, die  Bebauungspläne nicht mehr erforderlich“, heißt es weiter in dem Papier. Auch über die Neufestsetzung der  Kurabgabe wird diskutiert. Sie soll von 1,80 Euro auf zwei Euro angehoben werden. Weitere Punkte der Ratssitzung sind die Lärmaktionsplanung für die Gemeinde und Stellungnahmen zu Bauvorhaben.

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