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Mettlach kassiert die nächste Packung

Mettlachs Michael Burger hat kaum Grund zur Freude. Foto: Guldner
Mettlachs Michael Burger hat kaum Grund zur Freude. Foto: Guldner FOTO: Guldner
Mettlach. Fußball-Saarlandligist SV Mettlach hat nur vier Tage nach dem 0:5 beim FV Eppelborn die nächste bittere Klatsche kassiert. Vor 200 Zuschauern zog die Mannschaft von Trainer Christoph Gläsner gegen Dillingen den Kürzeren. Philipp Semmler

Die Zahl 13 gilt in vielen Kulturen als Unglückszahl. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass abergläubische Menschen der festen Meinung sind, dass sie an einem Freitag dem 13. Pech haben werden. Die Zahl, die Christoph Gläsner, den Trainer des SV Mettlach momentan unglücklich macht, ist aber nicht die 13, sondern die Zwölf. Denn nach drei Spielen der aktuellen Saison hat seine Mannschaft bereits zwölf Gegentreffer kassiert - das sind exakt so viele wie in der gesamten Vorrunde der vergangenen Spielzeit, als Mettlach Vizemeister wurde.


Fünf dieser zwölf Gegentore kassierte Mettlach am Samstag im Heimspiel gegen den VfB Dillingen. Das Spiel verlor Mettlach am Ende mit 1:5. Gegen den Tabellen-13. der Vorsaison nahm das Unheil für Mettlach nach elf Minuten seinen Lauf. Der Ex-Mettlacher im Dillinger Dress, Juri Dil, setzte sich auf rechts durch und bediente Florian Irsch, der zum 0:1 einschob. Irsch war es auch, der nach 27 Minuten zum 0:2 traf, ehe Gäste-Neuzugang Matthias Krauß Sekunden vor der Pause zum 0:3 einlochte.

In der zweiten Hälfte trug sich dann Dil noch zwei Mal in die Torschützenliste ein. Er markierte in der 53. Minute das 0:4 und in der 80. Minute den Treffer zum 1:5-Endstand. Dazwischen hatte Alexander Schmitt den Mettlacher 1:4-Anschlusstreffer erzielt.

Nach drei Spieltagen hat Mettlach somit nur einen Punkt auf dem Konto und ist Tabellen-Vorletzter. Aber was genau sind die Gründe, dass es bei den Blau-Weißen derzeit so schlecht läuft? Kapitän Michael Burger sieht mehrere Ursachen. Eine davon: "Wir konnten die Abgänge der letzten Saison qualitativ nicht ersetzen", sagt Burger. Mit Torschützenkönig Thomas Will und Defensiv-Akteur Christopher Klein haben zwei Stützen das Team vor der Runde verlassen.

Die zweite Hauptursache für den schwachen Saisonstart sieht der Kapitän im Verletzungspech. Andreas Becker, Christopher Wendel und Benjamin Kremer konnten wegen unterschiedlicher Blessuren noch kein einziges Spiel absolvieren. Jetzt fällt auch noch Abwehrspieler Artur Kruser länger aus. Die Verletzung, die er sich am Mittwoch beim 0:5 in Eppelborn zugezogen hat, stellte sich als Bruch des Schienbeinköpfchens heraus. Er droht bis zur Winterpause auszufallen. Zudem verpassten Burger selbst, Patrick Heinz und Pascal Reiter wegen Blessuren aus der vergangenen Saison weite Teile der Vorbereitung. Trotz des miesen Saisonstarts gibt sich Burger aber kämpferisch. "Wir werden nicht resignieren, sondern die Arme hochkrempeln. Was wir bisher gezeigt haben, ist nicht unser Anspruch", sagt der Kapitän der Mettlacher.



Am Freitag ist Mettlach um 19 Uhr bei Oberliga-Absteiger SV Elversberg II zu Gast. Gespielt wird im Mühlwaldstadion des SV St. Ingbert.