1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Mettlach

Messgesänge erklingen in Mettlach

Messgesänge erklingen in Mettlach

Große Kompositionen von Mozart und Palestrina stehen an Christi Himmelfahrt und Pfingstsamstag in Mettlach auf dem Programm. Dabei sind unter anderem die Kirchenchöre Mettlach und Saarhölzbach.

Zur Lutwinuswallfahrt erklingen an Christi Himmelfahrt, 5. Mai, und Pfingstsamstag, 14. Mai, besondere Messkompositionen: von Mozart und Palestrina.

Die Kirchenchöre Mettlach und Saarhölzbach musizieren im Eröffnungsgottesdienst an Christi Himmelfahrt um 18 Uhr gemeinsam mit dem Kammerorchester Merzig die Krönungsmesse KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart . Der Name Krönungsmesse ist erst für das Jahr 1873 schriftlich nachgewiesen.

Klanggewalt

Sehr wahrscheinlich wurde die Messe für den Ostergottesdienst 1779 am Salzburger Dom komponiert. Unmittelbar nach Mozarts Tod war sie eine bevorzugte Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen sowie bei Dankgottesdiensten.

Charakteristisch für diese Messe sind die sinfonischen Elemente. Solostimmen und Chor werden sehr deutlich voneinander getrennt. Die Krönungsmesse zeichnet sich sowohl durch Klanggewalt, als auch durch Melodienreichtum aus. Den Vokalsolistenpart übernehmen Anne Kathrin Fetik (Sopran), Sabrina Henschke (Alt), Manuel Horras (Tenor) und Vincenz Haab (Bass).

Markus Stein spielt die Orgel

Auch weitere Kompositionen Mozarts stehen auf dem Programm. Chor und Orchester werden die Motette Ave verum corpus KV 618, Orchester und Orgel die Kirchensonate F-Dur KV 244 musizieren. An der Orgel spielt Markus Stein, der zum Abschluss des Gottesdienstes mit C. M. Widors Toccata in F-Dur aus seiner V. Orgelsymphonie die ganze klangliche Bandbreite der Orgel ausspielt. Die Gesamtleitung obliegt dem neuen Kirchenmusiker an St. Lutwinus, Dennis-Jens Ernst.

Giovanni Pierluigi da Palestrina gilt als der Erneuerer der Kirchenmusik. Seine Missa Papae Marcelli ist die bis heute bekannteste Messvertonung. Sie trägt ihren Namen nach Papst Marcellus II., der im April 1555 während dreier Wochen als Papst amtierte. Die Messe wurde traditionellerweise anlässlich der Papstkrönung gesungen, bis Johannes Paul I. und seine Nachfolger auf diese Zeremonie verzichteten.

Collegium Cantorum singt

Giovanni Pierluigi da Palestrina

Die Missa Papae Marcelli ist zum größten Teil sechsstimmig gesetzt, mit doppelt besetzten Tenor- und Bass-Stimmen. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts kursierte eine Legende, wonach das Konzil von Trient nahe daran war, polyphone Kirchenmusik aufgrund der Unverständlichkeit der Worte zu verbieten, dass aber durch die Schönheit von Palestrinas Musik und ihrem einfachen, deklamatorischen Stil die Konzilanten von diesem Vorhaben abgebracht wurden. Der Kammerchor Collegium Cantorum Merzig unter der Leitung von Markus Stein bringt diese Perle der Kirchenmusik zu Gehör. Hinzu treten zwei gewaltige Motetten des Komponisten Anton Bruckner : das Ecce sacerdos magnus und das Te Deum laudamus. Die Schola Mediolacensis komplettiert das Programm mit Gregorianischem Choral. Die Orgel spielt Dennis-Jens Ernst.