Merzig bewirbt sich bei Innovationswettbewerb zu 5G-Mobilfunktechnik

Merzig : Merzig will digitalen Wandel gestalten

Die Kreisstadt bewirbt sich beim „5G-Innovationswettbewerb“. Das Ziel: Es soll ein vernetzter autonom fahrenden Hol- und Bringdienst für die Kita-Kinder entwickelt werden.

Die Stadt Merzig wird sich beim „5G-Innovationswettbewerb“ des Bundes-Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur bewerben und hofft dadurch auf finanzielle Förderung im Umfang bis zu 100 000 Euro für zukunftsweisende digitale Mobilitätskonzepte. Der Stadtrat billigte in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung einstimmig. Der Innovationswettbewerb wird vom Bundesministerium ausgeschrieben, um die technischen Möglichkeiten des neuen Mobilfunk-Standards 5G zu nutzen und die Chancen der 5G-Technologie bewusst zu machen. Bei dem Wettbewerb sind nach Darstellung der Merziger Stadtverwaltung innovative Ideen für Anwender und auch Mobilfunkbetreiber gefragt.

Es sollen Musterlösungen für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten des 5G-Netzes entwickelt werden, die dazu beitragen, dass sich der neue digitale Standard flächendeckend verbreitet und hohe Akzeptanz erfährt.

Die Stadt Merzig will sich mit einem Projekt bewerben, bei dem es um die Entwicklung eines vernetzten, autonom fahrenden Bring- und Holdienstes für Kinder, die in städtischen Kitas betreut werden, geht. Dabei soll auch der pädagogische Austausch zwischen dem Erziehungspersonal in den Kitas und den Eltern über digitale Kanäle gewährleistet bleiben. Kooperationspartner bei diesem Modellprojekt ist die Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) in Saarbrücken. Sollte das Projekt bei dem Innovationswettbewerb ausgewählt werden, erwartet die Stadt eine Förderung bis zu 100 000 Euro in der Projektphase.

Bei einer späteren konkreten Umsetzung der ausgezeichneten projekte kann die Förderung sogar auf bis zu vier Millionen Euro anwachsen.

Bürgermeister Marcus Hoffeld sagte zu der Projektbewerbung in der Ratssitzung: „Es wäre eine tolle Sache, ausgewählt zu werden, gerade auch im Hinblick auf das bei uns geplante Testfeld für autonomes Fahren.“

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