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Mehr Raum für DRK-Klinik Mettlach

Mehr Raum für DRK-Klinik Mettlach

Gestern wurde nach einem Jahr Bauzeit der Erweiterungsbau an der Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation in Mettlach eingeweiht. Der dreigeschossige Neubau ist mit dem Hauptgebäude verbunden.

Kaum einer der vielen geladenen Gäste versäumte es, in seinen Grußworten zu erwähnen, dass das DRK-Krankenhaus in Mettlach auch schon schwierigere Zeiten erlebt hat und in den 80er Jahren kurz vor der Schließung stand. "Schon häufig mussten wir um die Klinik und den Standort Mettlach bangen", sagte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich . Gestern freute sie, dass die Klinik ein "Angebot macht, das seinesgleichen in der Region sucht und der Standort ist, der am wenigsten Sorgen bereitet". Schlegel-Friedrich fand positive Worte bei der Einweihung des Neubaus an der DRK-Klinik in Mettlach , das auf die medizinische Versorgung betagter Menschen spezialisiert ist.

Etwas mehr als ein Jahr nach dem ersten Spatenstich am 20. November 2014 ist der dreigeschossige Erweiterungsbau an der Klinik fertiggestellt. Drei Millionen Euro hat der Anbau an der Fachklinik für Geriatrie und Rehabilitation gekostet. Aufgrund des demographischen Wandels und der damit verbundenen gestiegenen Nachfrage sei die Investition sinnvoll, sagte die Landrätin.

Vor 27 Jahre war das ehemalige V&B-Krankenhaus im Rahmen eines Modellprojekts in eine Fachklinik für geriatrische Rahabilitation umgewandelt worden.

Mit der Erweiterung werde nicht nur der Komfort der Patienten erhöht, betonte Wolfgang Michels , Geschäftsführender Direktor der DRK Krankenhaus GmbH Saarland. "Durch die Bereitstellung von großzügigeren Arbeitspflegeräumen werden auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter deutlich verbessert." So sollen rund 1600 Quadratmeter mehr zur Entspannung der räumlichen Enge beitragen.

Im Untergeschoss entstanden Hauswirtschafts-, Archiv-, Lager- und fünf Büroräume. Im Erd- und Obergeschoss wurden jeweils sieben große und behindertengerechte Einbett- und fünf Zweibett-Zimmer geschaffen. So hat sich die Zahl der Planbetten in der Akutgeriatrie von 15 auf 24 erhöht. In der Rehabilitation stehen nun 55 Planbetten und in der Tagesklinik neun zur Verfügung. Im Seniorenzentrum "Haus Wildrose", das der Klinik angeschlossen ist, gibt es 44 Plätze für Wohnen in der Pflege.

"So kann die Klinik nun ein ganzheitliches Angebot machen. Durch unser abgerundetes Konzept haben wir eine stabile Belegung", sagte Chefarzt Dr. Haitham Mahamid. Dies habe die Investition auch erst möglich gemacht.

Das Konzept umfasst eine komplette Betreuung und Behandlung der Patienten ab dem Zeitpunkt der Diagnose des Hausarztes - im Bereich der Akutgeriatrie und Rehabilitation sowie im ambulanten und teilstationären (Tagesklinik) Bereich.

"Früher wurden die Patienten in ein Krankenhaus überwiesen", sagte Dr. Mahamid, "heute kann bereits der Hausarzt die Patienten zu uns schicken, ob stationär oder ambulant. Wir haben die Infrastruktur eines Krankenhauses und die einer Reha-Klinik." Sodass jeder Patient individuell behandelt werden könne. Ziel sei aber immer eine "fallabschließende Behandlung". "Wir wollen", erklärt Dr. Mahamid, "dass die alten Menschen wieder selbständig werden und mobil nach Hause entlassen werden." Chefarzt Haitham Mahamid (Zweiter von rechts) präsentiert den Gästen den Erweiterungsbau. Foto: Rolf Ruppenthal