Kiefer für Mettlach-Orscholz

Orscholz. Bei Spiesen-Elversberg klappt's, bei Rehlingen-Siersburg und bei Landsweiler-Reden ebenso. Warum nicht auch bei Mettlach-Orscholz? Die Idee eines Doppelnamens schwebt einigen Orscholzern schon lange vor. "Der Wunsch, die Gemeinde in Mettlach-Orscholz umzubenennen, ist so alt wie der Ortsvorsteher selbst", schmunzelt daher Hermann Kiefer

Orscholz. Bei Spiesen-Elversberg klappt's, bei Rehlingen-Siersburg und bei Landsweiler-Reden ebenso. Warum nicht auch bei Mettlach-Orscholz? Die Idee eines Doppelnamens schwebt einigen Orscholzern schon lange vor. "Der Wunsch, die Gemeinde in Mettlach-Orscholz umzubenennen, ist so alt wie der Ortsvorsteher selbst", schmunzelt daher Hermann Kiefer. Bestärkt durch die Gewissheit, dass das Land Ortsräten und Ortsvorstehern mehr Gewicht geben will, startet er ins eine neue Jahr mit seiner politischen Initiative für den Doppelnamen Mettlach-Orscholz. Beim Neujahrsempfang am Sonntag, 11. Januar, 10.30 Uhr, in Dietzenhaus will er den Gästen seinen Vorstoß vorstellen. Für Kiefer steht fest: Der Doppelname würde der "Bipolarität" von Mettlach und Orscholz gerecht werden - zwei gleichberechtigte Grundzentren. Wenn seit der Gebiets- und Verwaltungsreform in offiziellen Plänen von einer "bipolaren Entwicklung" in beiden Orten gesprochen werde, warum sollte dies sich nicht auch im Namen der Gemeinde niederschlagen? Genau diese Gleichberechtigung habe der saarländische Landtag bei der Verabschiedung dieser Reform festgehalten. "Wir in Orscholz haben Ärzte, Schulen, die Reha-Klinik und baulich immense Fortschritte gemacht. Wir haben uns in den 35 Jahren seit der Gebiets- und Verwaltungsreform sehr stark weiterentwickelt." Mit dem Namen Mettlach-Orscholz werde der festgeschriebenen Gleichberechtigung und der immensen Entwicklung Rechnung getragen. Orscholz könne diesen Namen dann auch touristisch ausschlachten, wie Kiefer argumentiert. "Diese Initiative muss quer durch die Parteien mitgetragen werden, um von Erfolg gekrönt zu sein", sagt er und kündigt für die nächsten Tage eine Sondersitzung des Ortsrates an, der sich mit diesem Thema beschäftigen soll. Mit der entsprechenden Empfehlung aus diesem Gremium müsse sich dann der Gemeinderat befassen. Nur der Rat kann einen entsprechenden Vorstoß beim Innenministerium machen. "Die letzte Entscheidung liegt dann bei uns", heißt aus dem Ministerium. Vor rund zehn Jahren sei man mit einer solchen Frage befasst worden. Damals habe die Gemeinde Losheim beantragt, den Zusatz "am See" in ihrem Namen tragen zu dürfen, ein Markenzeichen, das touristisch genutzt werde. Von Kiefers Vorstoß haben die Fraktionsspitzen im Mettlacher Gemeinderat bereits gehört. "Wir werden die Frage in der Fraktion erörtern, uns eine Meinung bilden und dann eine Entscheidung fällen", sagte der SPD-Fraktionsvize Carsten Wiemann am Freitag. "Wir wollen die Gremien befragen, sagte Sprecher der Freien Wähler Mettlach (FBM), Joachim Badelt, zuhören. "Die Entscheidung müssen die Bürger fällen", meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Schneider. Der Gemeinderat könne diese Entscheidung sehr wohl den Bürgern übertragen. "Bei den vielen Wahlen, die in diesem Jahr anstehen, wird ja an einem der Termine möglich sein, gleichzeitig zu einem Bürgerentscheid aufzurufen." Als Grund dafür nannte er die immensen Kosten, die durch eine Namensänderung auf die Gemeinde zukämen - von der Abänderung der Namen auf den diversen Karten bis zum Kopf des Briefpapiers.