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Kein Kreisel an der Grundschule Orscholz

Kein Kreisel an der Grundschule Orscholz

Zu wenig Verkehr, zu wenig Unfälle, zu wenig Platz: Gründe, warum das Wirtschaftsministerium den Kreisel an der L 177 und L 178 ablehnt. Aus Sicherheitsgründen hatte den Ortsvorsteher Zenner gefordert.

Der Wunsch der Orscholzer, die Kreuzung an der Grundschule durch einen Kreisel zu ersetzen, scheint nicht in Erfüllung zu gehen. Das war am Freitag auf SZ-Anfrage aus dem Innenministerium zu hören. Ortsvorsteher Jörg Zenner und sein Parteifreund, Mettlachs Bürgermeister Carsten Wiemann , machen sich seit langem dafür stark, dass der Knotenpunkt, wo sich die L 177 und L 178 treffen, durch einen Kreisverkehr entschärft wird. "Kommt der erst, wenn mehr Unfälle passieren?", will Zenner von der Landesbehörde mit Sitz in Neunkirchen wissen. In seinem Auftrag wird die Saarburger Straße verbreitert (wir berichteten). Das LfS, von dem am Donnerstag keine Stellungnahme zu erhalten war, verwies am Freitag auf seine übergeordnete Behörde, das Wirtschaftsministerium. Wie Pressesprecher Wolfgang Kerckhoff einräumte, ist der Kreisverkehr an dem Knotenpunkt von L 177 und L 178 schon lange ein Thema. "Das Anliegen wurde auch auf vielfache Weise geprüft", schrieb er in einer Pressemitteulung - "unter anderem im Hinblick auf die Intensität des Verkehrs". Nach diesen Zahlen sei der Knotenpunkt nicht besonders hoch belastet. "Das wurde auch der Gemeinde mitgeteilt." Ein weiteres Argument führt der Pressesprecher ins Feld: die Häufung von Unfällen, die an dieser Stelle nicht vorliege. "Hinzu kommt, dass die Platzverhältnisse dort nicht ideal sind. Es müsste Privateigentum einbezogen werden, um eine angemessene Größe des des Kreisverkehrs zu erreichen." Zenner nennt den Verzicht auf einen Kreisel eine verpasste Chance, in Orscholz richtig und nachhaltig zu planen. Was den Ortsvorsteher erstaunt: "Mir hat das LfS eine Prüfung, wie der Kreisel gestaltet werden könnte und was er kostet versagt. Gegenüber der SZ wird aber betont, ausführlich geprüft zu haben." Nach seinen Worten wäre es schlimm, "wenn wir erst wieder über einen Kreisel an der Grundschule sprechen, wenn ein schlimmer Unfall passiert ist." Denn rappeln würde es an diesem Knotenpunkt regelmäßig. "Geld für Slogans ist genugen da - nur nicht für die Sicherheit."