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Kappensitzung in Weiten: Kaapesbauern feiern südländisch

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung in Weiten : Kaapesbauern feiern südländisch

Bei ihrer Kappensitzung ließen es die Weitener krachen und begeisterten ihre Gäste.

 VON KURT PETRY

Ob Naturforscher, Tänzer, Piraten, Götter oder Halbgötter: alle erlebten auf der Weitener Narrenbühne einen heißen Abend. Das Weitener Dreigestirn, angeführt von Captain James Cook, enterte mit seinem Schiff „Endeavour“ die Weitener Kaapesbauern-Halle im Handstreich. Er wurde sehr beeindruckend von den Südsee-Insel-Bewohnern, Halbgott „Maui“, den beiden Häuptlingen Andreas und Luca, Sängerin Julia und den Tänzerinnen Vivien und Madeline im Weitener Hafen empfangen – ein Augen- und Ohrenschmaus. Bürgermeister Daniel Kiefer stieg in die Südsee-Bütt, um seine Gemeinde Mettlach als touristische Hochburg anzupreisen: „Südsee hin, Südsee her – in Mettlach bieten wir mehr“. Die Kindertanzgruppe „Galaxy-Dancers“ begeisterte mit ihrem Tanz „Summerfeeling“.

Die beiden Tanzmariechen Vivian und Madeline Lehnertz zeigten ihren perfekt einstudierten Gardetanz – die erste Rakete des Abends war fällig. Die Publikumslieblinge „Mechthild und Margot“, die seit vier Jahren fester Bestandteil der Weitener Kappensitzungen sind, berichteten von ihren Erlebnissen aus ihrem Teenager-Leben. Ob Schule, Eltern, Nachbarschaft, Bürgermeister, Ortsvorsteher, Weitener, Freudenburger: Jeder bekam „sein Fett weg“.

Die Piraten der Jugendtanzgruppe „No Limits“ enterten die Weitener Südsee-Insel und begeisterten die Kaapesbauern. Zum dritten Mal in der Bütt traten Franz und Siska auf und erzählten aus ihrem langweiligen Eheleben. Auch bei ihrer Zweitages-Reise nach Paris gab es „Hinter den Kulissen von Paris“ einiges Ungereimtes – die Narren lachten Tränen.

Nach der Pause heizte die Freudenburger Königsgarde kräftig ein – eine Augenweide ebenso wie der „Funkenmariechentanz“ der besonderen Art von Anna und Kai aus Freudenburg. Ein ohrenbetäubendes „Weiten – Noun dae“ ging über die Grenzen nach Rheinland-Pfalz. Dann eine Premiere: Vom KV Fraulautern waren et Biwi und et Duletsch in die Höhe angereist, um den „Dörflern“ mal etwas „Städtisches“ beizubringen.

Kreuzfahrten und Inselhopping sind zur Zeit in. Deshalb unternahmen die „Aerobic-Queens“ mit ihrem Bierkapitän Jürgen tänzerisch eine Reise um die Welt. Und wieder waren sie dabei: de Klees und de Pitt von Herker – zwei Urgesteine der Weitener Fastnacht. Viel gab es wieder zu erzählen seit dem vergangenen Jahr. Ob Tratsch, Klatsch oder auch viele Neuigkeiten. So folgte ein Witz dem anderen, und auch die Nachbarn aus der „Palz“ (Freudenburg) blieben nicht verschont. Die Männertanzgruppe leitete wie in jedem Jahre das Ende der Kappensitzung ein.

Mit ihrem Showtanz „Stewardess & Sportanimateure“ hoben sie von der Weitener Air-Base in die Südsee ab, um dort als Animateure die Urlauber auf Trab zu bringen; ein Augenschmaus für die Gäste im Saal. Gemixt mit tänzerischen und akrobatischen Elementen brachten sie eine perfekte Show auf die Bühne. Am Ende wurden sie mit einer Rakete belohnt, Zugabe natürlich inbegriffen trotz vorgerückter Stunde nach Mitternacht.

Das Finale wurde mit der Weitener Fastnachts-Hymne eingeleitet. „Ruft Naun-däe, denn so ruft man hier an Fasenacht. Ruft Noun-däe, das ist Weiten wie es singt und lacht. Ruft noun-däe, und lasst uns alle fröhlich sein, hebt euer Glas und trinket Bier, Schnaps und Wein“. Damit endete eine tolle und humorvolle Kappensitzung in einem Dorf, in dem es einen kleinen Verein, das „Fastnachtsteam Weiten“, gibt, das diese Veranstaltung nun schon seit über 20 Jahren durchführt. Auch das Prinzenpaar des Bescher Carneval Clubs, Florian II. und Carina I., waren voll des Lobes.