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In Mettlach und Orscholz wurden 120 Vergissmeinnicht-Blumen gepflanzt

Pflanzaktion in Mettlach und Orscholz : Blaue Blumen mahnen in Mettlach, Demente nicht zu vergessen

Das Vergissmeinnicht bringt nicht nur Farbe in den Garten, sondern ist auch zu einem Symbol der Liebe und Treue geworden. Dieser Tage wurden die Blumen in Mettlach gegen das Vergessen gepflanzt – bei einer Aktion, die an Demenzkranke erinnern soll.

„Es ist sehr wichtig – auch in diesen uns sehr fordernden Zeiten – auf das Thema Demenz aufmerksam zu machen und mit der Pflanzung an öffentlichen Plätzen ein Zeichen zu setzen und für die Sensibilisierung zu werben“, sagte der Mettlacher Bürgermeister Daniel Kiefer. „Jeder, der einmal in der Familie mit dieser Krankheit konfrontiert wurde, weiß, wie wichtig die Hilfe für Betroffene und Ihre Angehörigen ist“, ergänzte er. Nur zu gern sei er auch in Corona-Zeiten dem Aufruf des Gesundheitsministeriums gefolgt, die Blumen zu setzen. Seit 2019 findet im März die landesweite Pflanzaktion statt, zu der die saarländische Landesregierung alljährlich aufruft, um damit ein sichtbares Zeichen gegen Vergessen setzen möchte.

An zwei markanten Punkten in der Gemeinde machen nun rund 120 Vergissmeinnicht-Pflanzen, die vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Frauen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, auf die Kampagne aufmerksam. In Mettlach wurde eine Stelle zwischen der DRK-Klinik und dem Kindergarten Bahnhofstraße ausgesucht, in Orscholz ein Fleckchen zwischen dem SRS-Seniorenheim und der Kita St. Marien. „Wir haben bewusst diese beiden Plätze gewählt“, sagt der Verwaltungschef. „Dort, wo Jung und Alt, Einheimische und Touristen zusammenkommen, kann beiderseits am besten für dieses immens wichtige Thema sensibilisiert werden“, erzählte Kiefer weiter.

Bauhofleiter Ralf Gottdang mit seinem Team hatte sich für die Umsetzung etwas einfallen lassen: In eigens hergestellten Hochbeeten können die Pflanzen noch besser präsentiert und gegen Hinterlassenschaften von Vierbeinern und weiterem geschützt werden.

Neben Mettlachs Ortsvorsteher Heiner Thul und der stellvertretenden Ortsvorsteherin von Orscholz, Marietta Schmitz, begrüßte der Bürgermeister die Leiterinnen der Kindergärten, Genia Feld aus Mettlach und Diana Neumüller aus Orscholz. Mit von der Partie waren Dr. Heribert Grünewald von der DRK-Klinik in Mettlach und Stefan Blaß, Leiter des SRS-Seniorenheims in Orscholz, sowie Leslie Horak-Mathieu von der Landesfachstelle Demenz in Saarlouis.

Erfreut zeigte sich Bürgermeister Kiefer von der spontanen Zusage von Christoph Schramm. Der Anwohner der Saareckstraße und Ortsratsmitglied von Mettlach hatte sich nach den Worten von Kiefer bereit erklärt, die Pflege der Blumeninsel zu übernehmen. Beim Hochbeet in Orscholz wird sich der Hausmeister des Kindergartens St. Marien um die Versorgung der Pflanzen kümmern.

Die Aktion soll laut Kiefer versinnbildlichen, dass „in der Gemeinde Mettlach niemand ohne Hilfe und bleibe und keiner alleine gelassen werde. Er betont dabei: „Das Thema Demenz geht uns alle an.“

Sobald es die Corona-Situation nochmal zulasse, soll es einen Fachvortrag zum Thema Demenz im Cloef-Atrium in Orscholz geben. Außerdem stehe dazu auch eine Wanderausstellung an, die die Landesfachstelle Demenz zusammengestellt habe.

www.demenz-saarland.de