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Fußball
„Ich wollte einfach mal testen, ob ich das schaffe“

 Lukas Schaller absolvierte 14 der bisher 16 Saisonspiele.
Lukas Schaller absolvierte 14 der bisher 16 Saisonspiele. FOTO: Ruppenthal
Mettlach. Neuzugang Lukas Schaller spielt bei Fußball-Saarlandligist SV Mettlach bereits eine wichtige Rolle. Am Samstag kommt Köllerbach. Von Philipp Semmler

Er ist einer der „jungen Wilden“ beim SV Mettlach: Lukas Schaller 21. Der Mittelfeldspieler ist einer von mehreren Nachwuchsakteuren, die der Verein vor der Runde für sein Saarlandliga-Team verpflichtet hatte, weil er ihnen den Sprung in eine höhere Liga zutraute.


Und genau wie Teamkollege Felix Klemmer konnte Schaller diesen Erwartungen gerecht werden, der 21-Jährige war bislang bei fast allen Saisonspielen mit dabei. Acht mal wurde er eingewechselt, sechs Mal durfte er sogar von Beginn an ran. „Mit meinen Einsatzzeiten bin ich sehr zufrieden“, sagt der Neuzugang. Vor der Runde kam er von Bezirksligist FSV Hilbringen zum SV. „Ich wollte einfach mal testen, ob ich das schaffe, oder ob ich in der Saarlandliga an meine Grenzen komme“, sagt Schaller.

Was viele nicht wissen: Mettlach ist sein Heimatverein. Bis zur B-Jugend kickte er für den Club in der JFG Saarschleife, dann folgte der Wechsel nach Hilbringen. Jetzt will er sich in seiner Heimat durchbeißen: „Mein Ziel ist es, Stammspieler zu werden“, erklärt Schaller selbstbewusst.



Nachdem er in den beiden letzten Partien gegen den SV Hasborn (2:1) und beim VfB Dillingen (1:1) in der Start-Elf stand, hofft er, auch an diesem Samstag wieder von Beginn an ran zu dürfen. Dann empfängt Mettlach um 14.30 Uhr zum letzten Vorrunden-Spiel den Tabellen-Neunten SF Köllerbach.

Allerdings konnte sich Schaller nicht optimal auf die Begegnung vorbereiten. „Ich war die ganze Woche auf einem Seminar meines Arbeitgebers V&B in Siegen“, verrät der 21-Jährige. So konnte er nicht am Team-Training teilnehmen.  Fit hielt er sich aber trotzdem. „Ich war laufen. Das macht mir nichts aus, da ich sowieso gerne Sport mache“, sagt Schaller. Nicht nur mit seinen eigenen Einsatzzeiten, sondern auch mit der sportlichen Situation in Mettlach generell ist er zufrieden: „Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, da wir doch eine gegenüber den letzten Jahren stark verjüngte Mannschaft haben.“ Das sieht auch SVM-Sportvorstand Bernd Schwebach so: „Wir haben sechs Punkte mehr als zum Vergleichszeitpunkt der letzten Runde – und da hatten wir ein ganz anderes Team.“

Vor der Partie gegen Köllerbach ist Mettlach Tabellen-13. Allerdings ist der Abstand zu den vor dem SV platzierten Teams gering. Mit einem Sieg gegen die Sportfreunde könnten die Blau-Weißen unter Umständen sogar bis auf Platz zehn klettern.

Mettlachs Trainer Christoph Gläsner stehen gegen Köllerbach wieder mehr Spieler zur Verfügung als zuletzt beim 1:1 in Dillingen. Mit Benjamin Kremer (Rotsperre abgesessen) und Andreas Becker (war beruflich verhindert) kehren zwei Stammkräfte zurück. Auch Torwart Damir Becker könnte nach einem Infekt wieder in die „Kiste“ zurückkehren.