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Helmut Kiefer vom Carnevalsverein Nohn feiert närrisches Jubiläum.

Kostenpflichtiger Inhalt: Nohner Jubiläum : Von Prinz Karneval zum Maitre de Plaisir

Seit 33 Jahren schwingt der Nohner das Zepter. Nun wurde er mit dem Goldenen Verdienstorden ausgezeichnet.

Wie kam es dazu, dass Sie das Amt des Elferratspräsidenten angenommen haben?

HELMUT KIEFER Ich war in der Session 1985/86 der Prinz des Karnevalsvereins. Danach kam der Verein auf mich zu und meinte, dass ein Nachfolger für das Amt gesucht wird. So bin ich damals zu dem Amt gekommen.

Gibt es etwas, das Ihnen besonders daran gefällt, der Präsident des Vereins zu sein?

KIEFER Da gibt es einiges. Als Elferratspräsident bin ich auch dafür zuständig, an unseren Kappensitzungen durch das Programm des Abends zu führen und das macht mir großen Spaß. Und es bereitet mir Freude, wenn ich die Akteure des Abends ansagen kann, ohne die eine Kappensitzung natürlich nicht möglich wäre. Wir veranstalten zusätzlich auch andere Feiern, wie zum Beispiel die Kirmesparty, und alle zwei Jahre machen wir eine gemeinsame Fahrt.

Wie schaffen Sie es, das Publikum jedes Jahr mit Freude durch das Programm zu führen?

KIEFER Es ist schön zu sehen, wenn die Halle voll ist und die Arbeit vom Publikum honoriert wird. Mittlerweile  ist es nicht immer so leicht Büttenredner zu finden, da müssen die Vereine zusammenarbeiten. Unsere Garde übt für die Kappensitzungen auch viel und lange, umso schöner ist es, wenn man dann die Bestätigung erhält, dass es ein guter Abend war.

In den 33 Jahren haben Sie vermutlich unzählige Fastnachtsmomente erlebt. Ist Ihnen einer dieser Momente besonders in Erinnerung geblieben?

KIEFER Es gibt zwei Momente, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Im Jahr 2011 wurde das Prinzenpaar unseres Vereins, Prinzessin Margret II. und seine Tollität Jörg III., in Lebach zum Prinzenpaar des Jahres gekürt. Das war für uns als Verein natürlich toll. Aber auch an das Jahr, in dem meine Tochter Kinderprinzessin war, kann ich mich gut erinnern. In unserer Familie sind alle eingebunden was Fastnacht angeht. Vor meinem Amt als Präsident war ich zehn Jahre lang in der Bütt.

Ist die Arbeit als Elferratspräsident ein Ausgleich zu ihrem Beruf beim Rettungsdienst?

KIEFER Ja, das kann man auf jeden Fall so sagen.  Für die fünfte Jahreszeit nehme ich mir Urlaub, um abschalten zu können. Das brauche ich auch, weil im Rettungsdienst Freude und Leid oftmals nicht weit auseinanderliegen.

Hat sich Fastnacht in den 33 Jahren Amtszeit aus Ihrer Sicht verändert?

KIEFER Es ist lockerer geworden. Unsere Kappensitzung hieß damals noch Galakappensitzung. Nachdem wir den Leuten gesagt haben, dass sie sich gerne verkleiden können, haben wir uns dazu entschieden, die Galakappensitzung in Humorkappensitzung umzubenennen. Das Publikum und die Musik haben sich aber auch verändert und die Wortwahl. Manches, was früher nicht ausgesprochen werden durfte, wird heute vom Publikum ganz anders aufgefasst. Heute kann man sich Kappensitzungen ja auch im Fernsehen ansehen, dadurch sind die Leute darauf auch ganz anders eingestellt und reagieren daher gelassener.