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Beschwerden
Heißer Draht ins Mettlacher Rathaus

Mettlach. Bürger können Missstände oder Anregungen jetzt schnell bei der Verwaltung loswerden: per App oder Computer. Von Margit Stark

Der Name ist sperrig: „Anregungs- und Ereignismanagement-Tool“ nennt sich der „Ideen- und Meckerknopf“. Über einen neuen, gut sichtbaren Knopf auf der Internet-Startseite der Gemeinde Mettlach (www.mettlach.de) oder über eine kostenlose App auf dem Smartphone können Bürger ab sofort einfach und schnell alles melden, was ihnen in der Gemeinde auffällt – egal ob positiv oder negativ. Bürgermeister Daniel Kiefer, nennt diesen neuen Service „faszinierend“ .



Das „Anregungs- und Ereignismanagement“, kurz AEM, soll laut Verwaltungschef transparent, effektiv, schnell und komfortabel für den Bürger sein. Es genügten nur wenige Klicks auf den gelben „AEM-Knopf“, um ein Ereignis an die Gemeindeverwaltung zu melden, und zwar sofort an den zuständigen Mitarbeiter. Ein Stichwort über das Thema und den Ort des Ereignisses reichen nach Worten des Verwaltungschefs aus. Als Beispiel nennt er ein Schlagloch in einem Ortsteil. „Name und E-Mail-Adresse eintippen, absenden, fertig. Egal, ob eine Straßenlampe defekt ist, ein Spielplatz verunreinigt, ein Pflasterstein locker oder der Radweg unbefahrbar – mit wenigen Klicks können die Mettlacher jederzeit Anregungen und Verbesserungsvorschläge über den PC oder von unterwegs online eingeben und senden“, sagt Kiefer.

Noch effektiver als über den PC lasse sich das System mit der App einsetzen, die sich jeder kostenlos auf sein Smartphone herunterladen könne. „Dann kann man ein aktuelles Foto zum Beispiel von der defekten Straßenlampe oder dem verunreinigten Bürgersteig machen und direkt ins Rathaus senden. Über die Ortung des Handys – falls diese aktiviert ist – weiß die Gemeinde dann sofort, wo sich der Ort des Geschehens befindet.“

Der Absender erhalte eine automatisierte Benachrichtigung per E-Mail über den Eingang der Nachricht bei der Gemeindeverwaltung. „Auf einer Google-Maps-Karte werden alle Orte der gemeldeten Ereignisse mit einem blauen Symbol, eine Art Fähnchen, markiert. Daran kann der Absender sehen, dass seine Meldung eingegangen ist.“ Zudem könne er erkennen, ob die Sache bereits von jemand anderem gemeldet worden sei. „Doppelmeldungen werden hierdurch vermieden“, sagt Daniel Kiefer. „Im Laufe der Bearbeitung wechselt die Farbe des Fähnchens auf gelb und später auf grün, wenn die Beschwerde erledigt ist. Der Absender wird zudem per E-Mail auf dem Laufenden gehalten.“ Jeder Bürger kann online verfolgen, ob und wie schnell eine Anregung oder Beschwerde bearbeitet wurde. Diese Transparenz bringe die Gemeindeverwaltung in Zugzwang und das sei durchaus gewollt. „Wenn wir Beschwerden bekommen, sollten diese in der Regel in drei Tagen abgearbeitet sein“, sagt Kiefer mit Blick auf die Bediensteten der Gemeindeverwaltung und des Team des Bauhofes. Er hoffe, dass das neue Online-Angebot rege genutzt werde.