Krach um Rodung in Mettlach Muss der Kahlschlag wirklich sein?

Mettlach · Über den Umgang mit Bäumen, die vom Borkenkäfer befallen sind, ist in der Gemeinde Mettlach ein Streit entbrannt.

 Er ist klein und unscheinbar und für viele Nadelbäume ein Killer: der Borkenkäfer.

Er ist klein und unscheinbar und für viele Nadelbäume ein Killer: der Borkenkäfer.

Foto: dpa/Arne Dedert

Ist die Rodung von Bäumen, die von Borkenkäfern befallen sind, das einzige Mittel, um die Tiere zu bekämpfen? Oder gibt es andere Methoden, den Schädling zu vertreiben? – ein Glaubenskrieg, der mittlerweile auch in der Gemeinde Mettlach tobt. Grund: Durch die Hitze und die Trockenheit ist der Schädling in den Wäldern der Gemeinde auf dem Vormarsch, die Bäume sind ihm nahezu schutzlos ausgeliefert. Förster Hans-Peter Pitzius und Bürgermeister Daniel Kiefer, unterstützt von der Mehrheit des Gemeinderates, setzen darauf, befallene Bäume so schnell wie möglich zu fällen und sie abzutransportieren – eine Lösung, die nach Ansicht von Georg Dillschneider, Fraktionschef der Grünen im Mettlacher Gemeinderat „von Teilen der Bevölkerung, aber auch von Fachleuten anders gesehen wird“. Er plädiert dafür, dass der Ausschuss für Natur, Umweltschutz, Landwirtschaft und Forsten die Rodungsarbeiten in einer Sitzung zum Thema macht und das Baumfällen bis nach diesem Termin gestoppt wird.