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Grüne sind sauer über Umgang mit FBM-Antrag zum Scheuerhof im Gemeinderat Mettlach

Dreisbach : Grünen-Kritik am Umgang mit Antrag zu Scheuerhof

Die Grünen sind sauer über die Art und Weise, wie jüngst im Mettlacher Gemeinderat über das Thema Scheuerhof beraten worden ist: „Es ist immer wieder sehr enttäuschend miterleben zu müssen, wie wenig manche Kommunen oder Kommunalparlamente dazu bereit sind, sich Ideen zu öffnen, die dazu beitragen könnten, eine Gemeinde weiterzuentwickeln.

Oder liegt es einfach nur daran, einer Opposition keinen Millimeter vom ‚eigenen Garten’ zu gönnen?“ So kommentiert der Kreisvorsitzende der Grünen, Klaus Borger, den Umgang des Mettlacher Gemeinderates mit einem Antrag der Fraktion Freie Bürger Mettlach (FBM) zum Schießsportzentrum Scheuerhof bei Nohn. Die FBM hatten gefordert, dass die Gemeinde endgültig von dem dort einstmals geplanten, aber nie realisierten Schießsportzentrum abrücken solle. FBM-Fraktionschef Joachim Badelt hatte sich in dem Antrag seiner Fraktion stattdessen für naturnahen Tourismus, unter anderem durch Schaffung von Wohnmobilstellplätzen, auf dem Gelände des ehemaligen Lungensanatoriums bei Nohn ausgesprochen – ein Ansinnen, das die Grünen im Kreis nach Worten von Borger grundsätzlich unterstützen.

Doch der Rat hatte in nichtöffentlicher Sitzung auf unbestimmte Zeit vertagt – weil nach den Worten des Mettlacher Bürgermeisters Daniel Kiefer die Weiterentwicklung des Geländes Scheuerhof erst dann Thema werden solle, wenn ein potenzieller Interessent Pläne zu einer realistischen Nutzung vorlegt. Diese Begründung stößt Borger sauer auf: „Leider sehen sich viele Kommunen in der Rolle des Verwalters anstatt des Gestalters. Man wartet offensichtlich, ohne selbst Überlegungen zur Gemeindeentwicklung anzustellen, auf Investoren, die das dann übernehmen“, schreibt der Grünen-Kreischef in einer Stellungnahme.

Wohin dies führen kann, erlebe man im Umfeld der Cloef oder auch in Merzig, wo der ausgebrochene „08/15-Bauboom“ (Borger) das Gesicht der Innenstadt nachhaltig verändert habe. „Während beispielsweise die Gemeinde und die Saarschleifen-Touristik händeringend nach Standorten für Wohnmobile suchen und dafür sogar intakte Waldgebiete ins Spiel gebracht werden, wird beim Scheuerhof eine ergebnisoffene Diskussion mit dem Ziel eines attraktiven Konzeptes auf unbestimmte Zeit verschoben“, ergänzt Georg Dillschneider, Fraktionsvorsitzender im Mettlacher Gemeinderat. Bei der „bekannten parteipolitischen Nähe der Verwaltungsspitze zum Eigentümer des Geländes sollte es doch ein leichtes sein, mit diesem ins Gespräch zu kommen, um mit diesem die Realisierungschancen von Vorstellungen der Gemeinde, der politischen Gremien oder Vertreter derselben zu erörtern“, fahren die Grünen-Vertreter fort. Und natürlich sollte die Gemeinde nach ihrem Dafürhalten den weiteren Prozess aktiv unterstützen, wenn es um Dinge geht, die der Gemeindeentwicklung dienen. „Bürgermeister und Ratsmehrheit sollten sich ernsthaft überlegen, ob auch in Mettlach der Ablehnungsreflex für Ideen und Anträge der Opposition geeignet ist, die Gemeinde weiterzuentwickeln“, erklärt Klaus Borger. Und der Grünen-Kreischef schließt: „Fundamentalopposition und die Zukunft einer Gemeinde nur in die Hände von Investoren zu legen mag zwar bequem sein, läuft aber dem Ziel einer zukunftsfähigen Kommunalentwicklung zuwider.“