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Gläsner fordert positives Denken

Mettlachs Trainer Christoph Gläsner will endlich wieder etwas zu lachen haben. Ein Sieg könnte helfen. Foto: Barth
Mettlachs Trainer Christoph Gläsner will endlich wieder etwas zu lachen haben. Ein Sieg könnte helfen. Foto: Barth FOTO: Barth
Mettlach. Der Fußball-Saarlandligist SV Mettlach ist heute Abend um 19 Uhr bei der SV Elversberg II zu Gast. Die Partie im St. Ingberter Mühlwaldstadion ist das Duell der Enttäuschten. Beide Clubs gingen als Titelanwärter in die Runde, verpatzten aber den Saisonstart. Philipp Semmler

Der Fußball-Saarlandligist SV Mettlach muss derzeit eine für viele Spieler unbekannte Situation meistern. Nach drei Spieltagen steht der Vize-Meister der Vorsaison mit nur einem einzigen Zähler auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dass Mettlach so weit hinten im Klassement zu finden ist, das gab es zuletzt in der Oberliga-Spielzeit 2008/09.


Nach der 1:5-Pleite am Samstag gegen den VfB Dillingen war die Enttäuschung in Mettlach riesengroß. Schon vier Tage zuvor gab es beim 0:5 beim FV Eppelborn eine Klatsche. Das noch relativ ordentliche 2:2 zum Auftakt gegen den SV Bübingen ist durch die beiden hohen Niederlagen ein wenig in den Hintergrund getreten.

Mittlerweile ist die Enttäuschung aber einer kämpferischen Einstellung gewichen. Zumindest bei SV-Trainer Christoph Gläsner: "Wir haben jetzt zwei Mal auf die Ohren bekommen, aber wir haben doch das Fußballspielen nicht verlernt", erklärt der Übungsleiter. "Wir müssen jetzt vor allem an zwei Dingen arbeiten", sagt Gläsner. "Zum einen gibt es Spieler, die nicht richtig fit sind, weil sie verletzungsbedingt Teile der Vorbereitung verpassten. Sie müssen nun schnellstmöglich ihre körperlichen Defizite aufarbeiten." Der Trainer weiter: "Zum anderen fordere ich von meiner Elf, dass sie eine positive Kommunikation auf dem Platz hat. Dann können wir auch Rückschläge besser verarbeiten."



Möglich scheint auch, dass Gläsner im heutigen Spiel bei Oberliga-Absteiger SV Elversberg II sein System in der Defensive ändert. "Ich habe da eine Idee. Ob ich sie aber umsetze, das weiß ich noch nicht", erklärt der 50-Jährige. Auch die junge Mannschaft von Elversberg II verlor nach einem 3:1-Auftaktsieg bei der DJK Bildstock zuletzt zwei Mal in Serie und dürfte nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.

Gläsner kann dem schwachen Saisonstart seiner Elf sogar einen positiven Aspekt abgewinnen: Die Bürde einer der Top-Favoriten auf den Titel zu sein, die ist nun von seiner Mannschaft abgefallen. "Wir wussten von Beginn an, dass wir diese Saison nicht ganz oben mitspielen werden. Nun dürfte das auch unsere Konkurrenz erkannt haben."

Positives gibt es in Mettlach übrigens auch aus dem Verletzten-Lazarett zu berichten. Die Angreifer Andy Becker und Christopher Wendel sind wieder voll im Training und können bald eingesetzt werden. Alleine Becker hatte vergangene Saison 16 Treffer auf seinem Konto. "Ich denke, gegen Elversberg werde ich sie noch nicht bringen. Aber vielleicht in der Woche darauf zu Hause gegen den TuS Herrensohr."