Gemeinschaftsschule Mettlach-Orscholz beim Erasmus-Treffen in Rumänien

Schule : Musik und Tanz in Draculas Heimat

Vertreter der Gemeinschaftsschule Mettlach-Orscholz haben beim Erasmus-Treffen in Transsilvanien teilgenommen.

Musik stand im Mittelpunkt beim vierten Treffen der am Erasmusprojekt „Schengen 2.0 – Leben in Europa ohne Grenzen“ beteiligten Schulen in Transsilvanien. Das vorherige Treffen im Herbst des vergangenen Jahres hatte in Orscholz statt gefunden. Jetzt reiste die Delegation der Gemeinschaftsschule Mettlach-Orscholz, bestehend aus vier Schülern und drei Lehrkräften unter der Leitung von Orsolya Hatvani, der Koordinatorin des Projektes, kürzlich zur Partnerschule in Targu Mures nach Rumänien.

Die Deutschen trafen dort auch auf viele bekannte Gesichter von den Partnerschulen aus Ungarn, Polen und Frankreich. Die Gäste wurden von den 16 gastfreundlichen Familien der rumänischen Schüler herzlich begrüßt. Im Rahmen des Programms wurde die Gruppe auch vom Bürgermeister im Rathaus der Stadt empfangen. Die Gruppe von nahezu 50 Schülern und Lehrern nahm an zahlreichen Workshops rund ums Thema Musik teil.

Sehr anschaulich wurde es beim Besuch der ortsansässigen Musikschule. Hier boten Musikschüler ihr Können dar; die Besucher wurden immer mit einbezogen – insbesondere ging es beim Zuhören um die Stimmung, die die Musik hervorruft. Ganz praktisch involviert wurden die Teilnehmer beim Thema volkstümlicher und moderner Tanz. Es dauerte nicht lange, so konnten die Jugendlichen und die Lehrer mittanzen und wurden sogar Teil eines Flashmobs. Die Schülerinnen und Schüler hatten zuhause jeweils den Refrain des Liedes „Stand by me“ von Ben E. King in ihre jeweilige Sprache übersetzt, und jetzt ging es daran, dieses Lied im Festsaal der Schule auf die Bühne zu bringen. Improvisationstalent und wahre Völkerverständigung waren hier gefragt.

Ein Highlight war die Werksbesichtigung der Geigenfabrik Glica. Der kulturelle Höhepunkt war wohl der gemeinsame Konzertbesuch im Kulturpalast der Stadt. Bei der Abendveranstaltung spielte das Orchester bekannte Filmmusik.

Bei Ausflügen ins Karpatenvorland wurde die Gruppe von Lehrern der Partnerschule begleitet, die landeskundliche und geschichtliche Einblicke gaben. Die Teilnehmer erfuhren einiges über die deutsche Geschichte von Siebenbürgen und besuchten die Geburtsstadt Draculas.

Die Woche verging wie im Flug, und zum Abschied flossen dann auch ein paar Tränen. „Persönliche Gespräche und besonders das familiäre Eingebundensein der Gastschüler ermöglicht Einsicht in die Sicht- und Lebensweise der europäischen Partner. „Gegenseitiges Interesse und Respekt stellen sich da ganz automatisch ein“, teilte die Schule mit. Genau durch solche Projekte werden Fremde zu Freunden und Europa wächst näher zusammen“, lautete ihre Bilanz. Das nächste Treffen des Erasmus-plus-Projektes der Schule findet im französischen Varades statt.

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