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Gemeinderat muss noch mal zu Windkraft stimmen

Gemeinderat muss noch mal zu Windkraft stimmen

Noch einmal abstimmen muss der Gemeinderat über die Teiländerung des Flächennutzungsplanes im Hinblick auf die Steuerung der Windenergie in der Gemeinde. Grund: Bei der ersten Abstimmung am 26. April, mit dem die möglichen Windkraftstandorte im Gemeindegebiet planungsrechtlich endgültig festgelegt werden sollten, war ein Ratsmitglied befangen gewesen - und zwar Rudi Mohr aus Mettlach, Mitglied der SPD-Fraktion. Dies war allerdings erst ein paar Tage nach der Sitzung der Verwaltung bekannt geworden, erklärt Bürgermeister Daniel Kiefer (SPD). Deswegen sah er sich veranlasst, den Beschlüssen des Rates zu widersprechen und eine erneute Abstimmung anzuberaumen. Diese soll am heutigen Montag in der Sitzung des Gemeinderates erfolgen, die um 17.30 Uhr im Cloef-Atrium beginnt. Ob es in der Sache zu einem anderen Beschluss als am 26. April kommen wird, ist offen.

Im Zuge der Vorberatungen des geänderten Flächennutzungsplanes hatten verschiedene Ortsräte noch Korrekturen an dem Entwurf gefordert. Die Konzentrationszone "Östlich Schwarzbruch" zwischen Tünsdorf und Orscholz sollte etwa so weit verkleinert werden, dass darin keine dritte Windkraftanlage errichtet werden kann. Die Ortsräte Weiten und Orscholz sprachen sich dafür aus, die Fläche "Holscheider Wald" zwischen Weiten, Orscholz und Mettlach deutlich zu verkleinern, wie in Orscholz, oder ganz herauszunehmen, wie im Fall von Weiten. Der Ortsrat Weiten möchte, dass diese Konzentrationszone wegen der zu erwartenden Belastungen wegfallen soll.