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Frank Becker neuer Chefarzt in Orscholz

Frank Becker (l.) und Klinikmanager Bernd Baumbach. Foto: Johannesbad
Frank Becker (l.) und Klinikmanager Bernd Baumbach. Foto: Johannesbad FOTO: Johannesbad
Orscholz. Depressionen, Burnout, Trauerreaktionen und Überforderung – sie bestimmen den Arbeitsalltag von Frank Becker, dem neuen Chefarzt der Abteilung psychosomatische Medizin und Psychiatrie im Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist Mitte 2013 als Oberarzt an die Saarschleife gekommen und im Januar 2015 zum Chefarzt ernannt worden. Zuvor hat der 41-Jährige lange in der Akutpsychiatrie gearbeitet. Edmund Selzer

"Was Frank Becker auszeichnet, sind neben einer hohen Qualifikation und viel Erfahrung seine Art, mit Menschen um- und an Aufgaben heranzugehen", sagt Klinikleiter Bernd Baumbach und fügt an: "Er ist immer fröhlich unterwegs." Ein großer Vorteil sei auch, dass er Klinik und Mitarbeiter bereits kenne. Unter seiner Leitung soll demnächst noch eine Akutabteilung für psychosomatische Medizin mit 25 Betten neu aufgebaut und das Programm "Psych direkt" weiter ausgebaut werden. "Damit bieten wir Mitarbeitern von Unternehmen schnelle Hilfe bei akuten Problemen durch psychische Belastung am Arbeitsplatz", informiert Baumbach. Frank Beckers Abteilung betreute mit 20 Mitarbeitern - Ärzten, Psychologen und Therapeuten - rund 750 Patienten im Jahr 2014.

Becker schätzt am Gesundheits- und Rehazentrum Saarschleife, einer Einrichtung der Johannesbad Unternehmensgruppe, besonders die interdisziplinäre Zusammenarbeit, den hohen Qualitätsanspruch und die herzliche Atmosphäre: "Im Saarland gibt es keine andere Klinik, die Orthopädie und Psychosomatik mit einem so speziellen psychosomatischen Konzept unter einem Dach vereint", sagt Becker. Denn nicht nur bei klassischen psychischen Erkrankungen müsse die Seele behandelt werden. Auch organische oder orthopädische Symptome hätten oftmals ihre Ursache in psychosomatischen Erkrankungen. "Und diese nehmen zu", erklärt der Fachmann. So sind beispielsweise die Fehltage in Unternehmen, die auf Depressionen zurückzuführen sind, seit dem Jahr 2000 um 70 Prozent gestiegen (Quelle: Depressionsatlas der Techniker Krankenkasse ). Die Experten in der "Saarschleife" rechnen mit steigenden Zuweisungen: "Psychiatrische Erkrankungen gewinnen an gesellschaftlicher Relevanz." Der Behandlungserfolg hänge entscheidend davon ab, den Menschen als Ganzes zu sehen, Seele und Körper gemeinsam zu behandeln, betont der Chefarzt. "Hier in der Rehabilitation wollen wir die Leistungsfähigkeit der Patienten wieder so herstellen, dass sie im Alltag alleine zurechtkommen." Die Philosophie von Johannesbad mit neun Fachkliniken und Gesundheitszentren kommen Becker entgegen: "Ich gehe gern mal neue Wege, um Patienten zu helfen. Der Austausch mit Kollegen ist dafür hilfreich."

Zum Thema:

hintergrundDamit es gar nicht zu Erkrankungen etwa durch Überforderung kommt, setzt Frank Becker auf Prävention durch Selbstfürsorge. Der Mediziner und Psychotherapeut: "Wer sich selbst vernachlässigt, ist eher gefährdet, an Burnout zu erkranken!" Neben der Selbstfürsorge setzt er auf klare Strukturen und Verantwortung - in seiner Abteilung will er deshalb Arbeitsabläufe erleichtern und Kompetenzen ausbauen. "Struktur im Tagesablauf spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit", sagt Becker. "Wichtig ist auch eine Rekonvaleszenz-Zeit." Becker, verheiratet und Vater zweier Kinder, entspannt sich mit Musik. Er spielt Gitarre. es