Feuer in Tünsdorf: 120 Kräfte rücken zu Großbrand aus

Großbrand in Tünsdorf : Scheune geht in Flammen auf – zwei Kühe kommen ums Leben

Zu einem Brand in Tünsdorf sind am Dienstagabend rund 120 Kräfte aus mehreren Löschbezirken ausgerückt.

Über Stunden  hat ein Großbrand am Dienstagabend in einem Bauernhof  rund 120 Einsatzkräfte in  der Tünsdorfer Lindenstraße in Atem gehalten. Dem Feuer, das in einer Stallung ausgebrochen war, fielen mindestens zwei Kühe zum Opfer. Auch Futtervorräte, Gerätschaften und Fahrzeuge auf dem Bauernhof  wurden durch die Flammen vernichtet. Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr nicht verletzt. „Mit rund 40 Leuten war die Tünsdorfer Wehr als erste am Einsatzort“, berichtete der Tünsdorfer Ortsvorsteher Jörg Hupperich,  seit langem im Löschbezirk engagiert.

Da die Stallung schon komplett in Flammen stand,  baten die Einsatzkräfte  ihre Kollegen um Hilfe. „Feuerwehrleute aus der gesamten Gemeinde  Mettlach waren im Einsatz, Unterstützung kam aus Perl und Merzig“, sagte  der Ortsvorsteher.  Auch die beiden Drehleitern  aus Mettlach und Merzig seien angefordert worden. Die Aufgabe für die Einsatzkräfte: den Flammen in der Stallung Herr zu werden und verhindern, dass das Feuer auf das Wohnhaus, an das die Stallung angebaut ist, übergreift.  Ebenso wollten sie vermeiden, dass eine Scheune in unmittelbarer Nachbarschaft, nicht Opfer der Flammen wurde. „Bei dem Funkenflug keine leichte Aufgabe“, gestand der Ortsvorsteher über das Unterfangen, das gelang.  Das  Stroh, das in der Stallung gelagert war,  hat  nach den Worten des Ortsvorstehers die Löscharbeiten erschwert. Immer wieder mussten die Einsatzkräfte nach den  Worten von Michael Sünnen, stellvertretender Gemeindewehrführer von Mettlach,   gegen  Glutnester ankämpfen, die immer wieder aufloderten.  Schließlich zogen die Feuerwehrleute das Stroh laut Sünnen mit einem Radlader aus der Scheune und löschten es ab. Bis nach Mitternacht habe der Einsatz gedauert. Dann sei das Gros der Feuerwehrleute abgezogen, während Helfer aus Tünsdorf noch bis in den Morgen hinein als Brandwache ausharrten.

Warum das Feuer in dem Bauernhof, der als Nebenerwerbsbetrieb geführt wird, ausgebrochen ist, steht nach den Worten von Sünnen und Hupperich noch nicht fest.   Brandexperten der Polizei haben die Ermittlungen aufgenommen, erklären sie. „DRK und Malteser waren ebenfalls vor Ort“, sagte der Ortsvorsteher. „Nachbarn haben ihre Garagen geöffnet und uns zu essen und zu trinken gegeben – ein Beweis, dass die Zusammengehörigkeit  in unserem Ort funktioniert“, sagte der Ortsvorsteher.