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FBM fordern neues Gesamtkonzept für Cloef-Umfeld

Orscholz : Badelt fordert für FBM neues Gesamtkonzept für Cloef-Umfeld

Die Entwicklung des des Cloef-Umfelds mit Glamping-Resort und Abenteuerspielplatz wollen die Freien Bürger (FBM) am heutigen Mittwoch, 14. November, 17.30 Uhr, in der Sitzung des Mettlacher Gemeinderats im Orscholzer Cloef-Atrium diskutieren.

Sie haben nach Worten ihres Fraktionschefs Joachim Badelt einen Antrag gestellt, über diesen Tagesordnungspunkt zusätzlich zu beraten.

„Die Politik sollte die von den Bürgern vorgebrachten Bedenken gegen Verkehrslärm, Abgas- und Feinstaubbelastung, Naturzerstörung und Verminderung von Wohn- und Lebensqualität absolut ernst nehmen. Die Befürchtungen der Menschen dürfen nicht mit Floskeln abgespeist werden.“ Der Gemeinderat ist nach Badelts Auffassung gefordert, sich mit den Sorgen der Bürger ausführlich auseinanderzusetzen.

Es geht ihm um die Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzepts für Orscholz, besonders für das Cloef-Umfeld. „Es kann nicht sein, dass Bürgermeister Kiefer und die Saarschleife Touristik Planungen rund um die Cloef vorantreiben, ohne die Betroffenen einzubinden. Hier wurde vieles hinter verschlossenen Türen entschieden, die Bevölkerung wurde dann vor vollendete Tatsachen gestellt.“

Selbst der Gemeinderat ist laut Badelt oft nicht über die konkrete Vertragsgestaltung der Vorhaben der Saarschleife Touristik und deren Durchführung informiert. „Diese intransparenten Verfahren müssen ein Ende haben“, fordert er. Es sei höchste Zeit, die Planungen zu überdenken, vor allem seien Bürger an den Planungen zu beteiligen. „Sicher ist die touristische Entwicklung der Gemeinde wichtig. Dabei darf man aber die einheimische Bevölkerung nicht aus dem Auge verlieren.“

Badelt erinnert daran, dass die FBM den Vorhaben an der Cloef schon länger kritisch gegenüber stehen. „So haben mein Fraktionskollege Patrik Reif und ich im September 2015 als einzige im Gemeinderat gegen den Aussichtsturm an der Cloef gestimmt. Grund war dessen enorme Höhe und der damit verbundenen Eingriff in das Landschaftsbild.“ Auch den Glamping-Hütten am Varadeser Park habe die FBM-Fraktion wegen des unpassenden Standorts nicht zugestimmt. „Abgesehen von den massiven Eingriffen in die Natur sind nach Auffassung der FBM die Auswirkungen auf die Bevölkerung nicht ausreichend berücksichtigt worden.“ Der Besucheransturm auf den Baumwipfelpfad sei sicherlich „ein finanzieller Erfolg für die Erlebnis Akademie AG, aber in der Gemeindekasse kommt nach unserer Meinung zu wenig an“.

Er wolle, dass endlich eine offene Diskussion über das Für und Wider der Planungen in Gang komme. Badelt kündigt an, Rederecht für Vertreter des neuen Vereins „Cloef – Schutz für Mensch und Natur“ zu beantragen, damit sie ihre Bedenken vortragen können.

Weiter auf der Tagesordnung stehen Wirtschaftspläne und die Bestellung von Prüfern für Jahresabschlüsse.