Abschalten: Ein Ort der Stille und Entspannung im Grünen

Abschalten : Ein Ort der Stille und Entspannung im Grünen

Das Meditations- und Begegnungszentrum Neumühle zeichnet sich durch eine Vielzahl von Angeboten aus.

Die Neumühle in Tünsdorf ist ein Ort der Stille mitten im Grünen. Umgeben von nichts als Wiesen, Wäldern und Gewässer, befindet sich dieser Ort der Ruhe etwas außerhalb vom Ortskern Tünsdorfs. Früher eine Getreidemühle, ist das Gebäude nun das Zuhause des Europäischen Meditations- und Begegnungszentrums Neumühle. Hier sollen die Besucher, getreu dem Motto „ankommen, loslassen und sein“. Neben Meditations- und Yogakursen werden eine Vielzahl von Seminaren und Veranstaltungen zum Thema geistige, seelische und körperliche Gesundheit angeboten.

Gegründet Anfang der 80er Jahre von Dr. Willi Massa und seiner Frau Eleonore, erfreut sich das Zentrum heute großer Beliebtheit und heißt mittlerweile nicht nur deutsche, sondern auch internationale Besucher willkommen. „Wir hatten schon Gäste aus der Schweiz, Australien und sogar Japan hier zu Besuch“, bestätigt Vorstandsmitglied Petra Steinmetz, energetische Therapeutin,  und fügt begeistert hinzu, dass manche Gäste sogar behaupten, drei Tage in der Neumühle seien wie drei Wochen Urlaub.

Geführt wird die Neumühle vom gemeinnützigen Verein Exercitium humanum, welcher für die Schaffung eines ebensolchen Zentrums gegründet wurde. Petra Steinmetz ist erste Vorsitzende und arbeitet, so wie der freie Mitarbeiter Ludwig Geiser und alle anderen Mitglieder des Vereins, ehrenamtlich. Beide beschreiben die Arbeit des Vereins als „Herzensangelegenheit“. Die Neumühle habe sie „einfach nicht mehr losgelassen“. „Wir machen hier Vereinsarbeit und versuchen, möglichst viel aus uns selbst zu schöpfen“, erklärt der freie Mitarbeiter und Assistent der Geschäftsleitung, Ludwig Geiser. „Unsere fünf Vorstandsmitglieder sind für das Kursprogramm verantwortlich und halten die meisten Kurse selbst.“ Das sind neben wöchentlichen Yoga- und Meditationskursen zum Beispiel auch Angebote wie Vollmondsingen und Feuerzeremonien.

Das Programm der Neumühle ist breit gefächert und wird ständig erweitert. „Wir bieten zum Beispiel auch Wave-Tanz an, weil wir festgestellt haben, dass den Leuten Tanz im Leben fehlt. Vielleicht machen wir auch mal einen Discoabend“, weist Petra Steinmetz  auf weitere Aktivitäten hin.

Besucht man die Neumühle, wartet man vergeblich auf Handyempfang. Den gebe es hier nicht und das sei auch gar nicht schlimm, sagt die Energietherapeutin. Auch auf W-Lan und Fernsehen wird hier freiwillig verzichtet. Dafür gibt es eine Sauna, Massagen, ein großes Kursangebot und unbezahlbare Ruhe. „Bei uns hat man die Top-Chance, sich mit sich selbst zu beschäftigen“, begründet Ludwig Geiser den ganz bewussten Verzicht auf digitale Medien.

Auf 500 Quadratmetern hat der Verein Exercitium humanum eine eigene Welt geschaffen. Neben fünf Seminarräumen, 60 Gästezimmern, einer Bibliothek sowie Sauna und Buchhandlung lockt das Zentrum mit hauseigenem Quellwasser und Honig sowie vegetarischer Vollwert-Küche. Die idyllische Lage und der ständige Blick ins Grüne machen die Neumühle zu einem besonderen Ort. Einem Ort zum Loslassen, Runterkommen und Energietanken.

„Die Neumühle ist ein Kraftort“, schildert Ludwig Geiser seinen persönlichen Eindruck. „Wenn man sich auf diesen besonderen Ort hier einlässt, ist die Heilkraft besonders stark. Die Menschen, die uns besuchen, verlassen diesen Ort in einem deutlich besseren Zustand.“ Dem kann Petra Steinmetz nur zustimmen: „Wir hatten mal ein Seminar, an dem die Leute anfänglich mit hängenden Schultern teilgenommen haben. Am zweiten Tag gingen sie alle schon etwas aufrechter, und am dritten Tag konnte man noch mehr Verbesserung sehen. Auch in ihren Gesichtern. Das ist toll, so eine Entwicklung mit zu erleben.“

Trotz gut besuchter Veranstaltungen hat die „Neumühle“ als Meditations- und Begegnungszentrum nach den Worten der Verantwortlichen mit einem gewissen Stigma zu kämpfen. „Manche Leute stehen unserem Programm kritisch gegenüber, weil sie zu rational denken und sich gleichzeitig nicht auf unser Angebot einlassen“, weiß Geiser. „Was wir hier bieten, ist nichts für die breiten Massen. Man muss natürlich auch einen Zugang zu unserem Programm haben und empfänglich sein. Den hat nicht jeder, aber jeder kann ihn finden, und das lohnt sich auf jeden Fall.“ Davon ist auch Kollegin Petra Steinmetz überzeugt. „Wir sind hier offen für alle und gerade auch für die Menschen in der näheren Umgebung. Jeder Mensch ist hier herzlich willkommen und eingeladen, an unserem Programm teilzunehmen“, fügt sie hinzu. Zu oft würden Yoga und Meditation als abgehoben empfunden, berichtet Ludwig Geiser weiter, aber das sei es definitiv nicht. „Wir sind ein Haus der Begegnung, unabhängig von Prämissen. Hier sind keine Verrückten zugange, wie sich das vielleicht so mancher vorstellt.“ Die Hoffnung und der Wunsch, noch mehr Menschen zu erreichen und zu inspirieren, sind  bei den Machern der Neumühle groß. Künftig will sich das Zentrum noch mehr auf Musik konzentrieren und Yogakurse für ältere Menschen anbieten.