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Weiten
Ein Leben voller Engagement und Hilfsbereitschaft

Harald Lehnertz verabschiedet sich in den Ruhestand.
Harald Lehnertz verabschiedet sich in den Ruhestand. FOTO: Franke
Saarburg/Weiten. Harald Lehnertz hat in 47 Berufsjahren in Krankenhäusern und Seniorenheimen viel erreicht und sich immer für die Menschen eingesetzt.

Im Februar verabschiedet sich Harald Lehnertz, Geschäftsbereichs- und Heimleiter des Seniorenzentrums, in den Ruhestand. Der 63-Jährige, der aus dem Mettlacher Ortsteil Weiten stammt, blickt auf 47 Dienstjahre zurück, von denen er fast 27 im Kreiskrankenhaus und Seniorenzentrum Saarburg erfolgreich gestaltet hat.


Begonnen hat die Karriere von Harald Lehnertz in der Landesnervenklinik Merzig. Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger leitete er dort mehrere Stationen und Funktionsabteilungen. Ein Praktikum während seiner Weiterbildung für das gehobene Pflegemanagement führte ihn 1990 nach Saarburg.

Die Qualität medizinisch-pflegerischer Versorgung sowie die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen beeindruckten ihn so, dass er sich 1991 auf die ausgeschriebene Stelle des stellvertretenden Pflegedienstleiters und der Hygienefachkraft bewarb. Mit Erfolg. Seitdem setzte er sich mit viel Engagement für die Belange des Krankenhauses, des Seniorenzentrums und besonders für die der Mitarbeiter ein – von 2001 bis 2016 als Pflegedirektor und zuletzt als Geschäftsbereichs- und Heimleiter des Seniorenzentrums.

„Für mich war es immer wichtig, offen auf alle Mitarbeiter zuzugehen, sie in Entscheidungsfindungen mit einzubeziehen, den Kontakt zu pflegen und ihnen bei ihren ganz individuellen Anliegen schnell zu helfen“, erklärt Lehnertz sein Erfolgsrezept. Besonders das interdisziplinäre Arbeiten und der Kontakt mit Kollegen aus unterschiedlichen Berufen hat Lehnertz im Laufe der Jahre zu schätzen gelernt. Auch die Arbeit im Direktorium war eine wichtige Erfahrung für ihn: „Hier konnten wir gemeinsam richtungweisende Entscheidungen für das Krankenhaus und das Seniorenzentrum treffen, was uns oft vor enorme Herausforderungen gestellt hat.“

Aber nicht nur die originäre Tätigkeit als Pflegedirektor war für Lehnertz von Bedeutung. Er blickte auch gerne über den Tellerrand hinaus. So nutzte er seine langjährige Tätigkeit in der Kommunalpolitik immer mit dazu, Öffentlichkeitsarbeit für die gesamte Einrichtung zu machen.



Als engagiertes Mitglied im Förderverein hat er unter anderem ein Kochbuch und ein Theaterstück geschrieben, um die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen. In dieser Funktion wird er dem Krankenhaus auch in Zukunft erhalten bleiben – eine absolute Herzensangelegenheit für ihn.

Auch und besonders die Zukunft des Seniorenzentrums beschäftigt ihn natürlich. So begrüßt er die Pläne zum Neubau, um auch zukünftig mit einem erweiterten Angebot im Bereich der vollstationären Pflege, der Kurzzeit- und Tagespflege mehr pflegebedürftige Menschen aus der Region wohnortnah versorgen zu können. Das geplante Angebot des betreuten Wohnens komplettiert das Versorgungskonzept. „Neben der Etablierung eines Schwerpunktes für Altersmedizin im neu entstehenden Gesundheitszentrum der Region ist dann alles aus einem Guss: wohnortnahe Versorgung, enger Kontakt zu den Angehörigen, gute medizinische Betreuung in familiärer Atmosphäre“, sagt Lehnertz abschließend.