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| 20:37 Uhr

Fußball
Ein einmaliges Erlebnis

Der AH des VfB Tünsdorf (schwarze Trikots) hielt gegen die FCS-Oldies zunächst gut mit, dann aber sorgte Saarbrücken für klare Verhältnisse.
Der AH des VfB Tünsdorf (schwarze Trikots) hielt gegen die FCS-Oldies zunächst gut mit, dann aber sorgte Saarbrücken für klare Verhältnisse. FOTO: Peter Kerkrath
Saarbrücken/Tünsdorf. Borussia Dortmund, Schalke, Mönchengladbach: Viele Ex-Stars aus der Bundesliga zauberten am Samstag beim Legends- Cup in der Saarlandhalle. Und mittendrin: der VfB Tünsdorf. Der zog zwar nicht das Traumlos, ärgerte dafür aber den FCS. Von David Benedyczuk

„Bloß nicht wieder der 1. FC Saarbrücken.“ Es war vor allem dieser eine Wunsch, den die AH-Fußballer des VfB Tünsdorf vor dem großen Höhepunkt in der Saarbrücker Saarlandhalle geäußert hatten. Doch diese Hoffnung sollte sich nicht erfüllen. Bei der Neuauflage des Legends-Cup für Traditionsteams standen sich am Samstagnachmittag doch wieder die Schwarz-Gelben und die Blau-Schwarzen gegenüber – wie schon im Vorjahr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Tünsdorfer AH-Abteilung.

„Das war der worst case, der schlimmste Fall. Denn Saarbrücken wollten wir unbedingt vermeiden“, meinte VfB-Teamchef Frank Holbach nach dem Turnier, zu dem Tünsdorfs Alte Herren als glücklicher Sieger eines Gewinnspiels eingeladen waren. Und bei dem sie in den Genuss zweier Partien vor den mit 3400 Besuchern vollbesetzten Rängen der Saarlandränge gekommen waren.

Kein Wunder, dass Holbach seinen Worten ein breites Lächeln folgen ließ. Denn auch, wenn die Hoffnung auf ein Duell mit Borussia Dortmund, Schalke 04 oder einem anderen der fünf anderen Traditionsteams neben dem FCS unerfüllt blieb, war das Stelldichein vor stolzer Kulisse ein prägendes Erlebnis für die Kicker aus dem Mettlacher Ortsteil: „Für uns als kleinen Verein war das definitiv ein Höhepunkt. Die Stimmung war gut, vor allem, als wir gegen Saarbrücken sogar das 1:1 erzielt haben“, sagte Holbach: „Danach haben uns die verschiedenen Fan-Lager in der Halle richtig lautstark unterstützt.“

Nach dem umjubelten Tor durch Patrick Konrad zog der FCS das Tempo allerdings wieder an und ging durch Taifour Diane in Führung. Marcel Schug erhöhte vor der Pause auf 3:1, in den zweiten zehn Minuten legte Saarbrücken drei weitere Tore nach.

„Das Ergebnis ist mit 6:1 leider etwas hoch ausgefallen. Aber es war für uns als VfB Tünsdorf ein einmaliges Erlebnis und eine sehr gelungene Veranstaltung. Der Höhepunkt war sicher der 1:1-Ausgleich gegen Saarbrücken“, sagte VfB-Akteur Kai-Uwe Hahn. Tünsdorfs Aktiven-Trainer, der mit seinem Team auf Rang zwei der Bezirksliga überwintert, lobte zudem die lockere Atmosphäre in den Katakomben, wo die Schwarz-Gelben mit früheren Stars wie Frank Mill vom BVB, den Gladbachern Kalle Pflipsen oder Peter Wynhoff und vielen weiteren Ex-Profis auf Tuchfühlung gehen konnten.

„Die waren alle sehr relaxed, standen ohne Zögern für ein Selfie parat. Frank Mill hat ein wenig von früher erzählt. Ich habe mich als Eintracht-Frankfurt-Fan auch kurz mit Alexander Schur und Norbert Nachtweih unterhalten“, verriet Holbach.

Ein Highlight war aus Sicht von Tünsdorfs Teamchef die Künstlerkabine, in der der VfB die Hallentreter schnürte. „Da roch es noch förmlich nach den ganzen Stars, die schon mal dort waren: Michael Jackson, David Hasselhoff oder Depeche Mode.“ Auch wenn es lange her ist. Den VfB-Spielern indes wäre im ersten Spiel fast ein gigantisches Comeback gegen die DJK Bildstock geglückt, die ebenfalls einen Startplatz gewonnen hatte: Nach 1:4-Rückstand traf Hahn per Doppelpack zum 3:4 und brachte Tünsdorf nach dem 3:5 in der Schlussminute erneut heran – am Ende aber durfte sich Bildstock mit der Eintracht über ein Los freuen, das dem VfB viel besser getaugt hätte als der FCS. Dennoch: So oder so war der Legends-Cups für alle Beteiligten ein einmaliges Erlebnis.