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Eduard Tritz, Ehrenwehrführer der Feuerwehr Mettlach, verstorben

Trauer bei Kameraden, Freunden und Familie : Mettlacher Ehrenwehrführer Eduard Tritz verstorben

Der 66-jährige Bethinger war Betreuer beim FSV Hilbringen, engagierte sich in der Kommunalpolitik und war begeisterte Fastnachter.

Nach schwerer Krankheit ist der Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Mettlach, Hauptbrandmeister Eduard Tritz, am vergangenen Freitag im Alter von 66 Jahren verstorben. Edi, wie er von allen liebevoll genannt wurde, erblickte am 31. Mai 1953 in Tünsdorf das Licht der Welt. Er trat im Jahre 1970 in die Feuerwehr seines Geburtsortes ein und wechselte nach seiner Heirat im Jahre 1977 zum Löschbezirk Bethingen, wo er in führender Funktion tätig war. Von 1994 bis 2000 fungierte er zudem als stellvertretender Wehrführer und übte dann bis zum Jahre 2013 das Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Mettlach aus.

In seiner Amtszeit wurden diverse Anschaffungen von Fahrzeugen und Geräten realisiert. Bis zuletzt gehörte Tritz noch dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes an und war ein guter Ratgeber.

Nach seiner Schulentlassung hatte er den Klempnerberuf erlernt. Aufgrund seines ehrenamtlichen, feuerwehrtechnischen Fachwissens bewarb er sich bei der neu eingerichteten Feuerwehralarmzentrale des Landratsamtes Merzig und wurde am 15. Oktober 1986 dort eingestellt. Als diese am 30. Juni 2009 aufgrund der neuen landesweiten Alarmierung aufgelöst wurde, blieb Tritz wie die meisten seiner Kollegen der Kreisverwaltung in anderer Funktion treu. Ab 1. Juli wurde er Hausmeister des Landratsamtes und füllte diese Tätigkeit mit großem Sachverstand und Engagement bis zu seiner Pensionierung am 31. Juli 2018 aus. Auch danach stand er weiter als Vertreter des Hausmeisters zur Verfügung, wenn er gebraucht wurde und es seine Gesundheit zuließ. Mit dem Personal des Hauses war er eng verbunden und aufgrund seiner humorvollen, geselligen Art, die er bei besonderen Anlässen, darunter auch an Fastnacht, voll entfaltete, sehr beliebt.

Die Fastnacht und andere Veranstaltungen standen in seinem kleinen Wohnort Bethingen stets mit seiner Person in Bezug. Neben seinem Feuerwehrengagement liebte Edi auch den Fußballsport, war lange Zeit Betreuer beim FSV Hilbringen sowie ferner begeisterter Unterstützer und Fußballfan.

Auch kommunalpolitisch betätigte sich Tritz als Mitglied der Freien Bürgerliste Mettlach (FBM) einige Jahre sowohl im Gemeinderat als auch im Ortsrat. Der vierfache Vater und sechsfache Opa war mit seiner Ehefrau der Mittelpunkt der Familie. Sein anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Mettlach im vergangenen September mit Wehmut geäußerter Wunsch, noch viele Jahre im Kreise der Feuerwehrkameraden verbringen zu können, erfüllte sich leider nicht, denn gegen seine heimtückische Krankheit hatte er keine Chance mehr.

Der Verstorbene wird am Samstag, 1. Februar, nach dem Trauergottesdienst um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Tünsdorf, auf dem Friedhof in Bethingen zu Grabe getragen.