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Wallfahrt: Die Spuren des Schöpfers sehen

Wallfahrt : Die Spuren des Schöpfers sehen

Erzbischof Nikola Eterovic eröffnete an Christi Himmelfahrt die Lutwinus-Wallfahrt. In der kommenden Woche finden regelmäßige Andachten statt.

Die 16. Mettlacher Lutwinuswallfahrt eröffnete der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Nikola Eterovic in einem feierlichen Pontifikalamt mit Erhebung des Lutwinusschreins an Christi Himmelfahrt. Unter der Leitung von Dennis-Jens Ernst gestalteten die Kirchenchöre Mettlach/Saarhölzbach, ein Bläserensemble und Markus Stein an der Orgel den Festgottesdienst musikalisch mit. „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung“ – diesen Satz aus dem Markus-Evangelium stellte Erzbischof Eterovic an den Anfang seiner Predigt zum Fest der Himmelfahrt Christi. „Das heutige Festgeheimnis erweckt in uns das gleiche Verhalten wie bei den Jüngern. Für religiöse Menschen, wie es die Apostel waren, ist die Frage: „Was steht ihr da und schaut zum Himmel?“ eine Aufforderung, zu den täglichen Pflichten zurückzukehren und insbesondere das zu tun, was Jesus ihnen gesagt hat.“ Auch in unserer heutigen Zeit bleibe das Evangelium auf die gleiche Weise bedeutsam, betonte der Nuntius. In unserer säkularisierten Gesellschaft lebten viele Menschen weit entfernt von Gott oder so, als ob es Gott nicht gäbe. Diese Menschen sollten immer wieder ermutigt werden, die Augen zum Himmel zu erheben, um die Schönheit der Schöpfung zu entdecken und die Spuren des Schöpfers zu sehen. In den Texten der Lesungen und des Evangeliums wurde immer wieder die Kraft des Heiligen Geistes erwähnt, die die Apostel bestärkt hat, dem Weg Jesu zu folgen. Erzbischof Eterovic überbrachte auch Grüße von Papst Franziskus, der die Menschen auffordert, „die Herzen für die Gnade des Heiligen Geistes zu öffnen, damit der Glaube gestärkt wird“, und zur Einheit in der Kirche mahnte.

 Der Lutwinusschrein wird in die Kirche gebracht.
Der Lutwinusschrein wird in die Kirche gebracht. Foto: Dominik Holl

In seinem jüngsten Apostolischen Schreiben ruft er die Christen dazu auf, ihren Glauben zu praktizieren und richtet seine Aufmerksamkeit besonders auf den Heiligen Lutwinus, der zwar vor Jahrhunderten gelebt habe, dessen Beispiel an Heiligkeit aber immer aktuell bleibe. „Er hat unter anderem bezeugt, dass ein Christ nicht passiv bleiben kann, also nur zum Himmel starren soll, sondern sich für die Verkündigung des Evangeliums und die Förderung der menschlichen Person einsetzen soll.“