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| 20:32 Uhr

Nohn
Die Rutzcallis sorgten für mächtig Zirkus in Nohn

Die Nohner Prinzenpaare, Garde und Elferrat in der Rutzenbuhnenmanege. Foto: Kurt petry
Die Nohner Prinzenpaare, Garde und Elferrat in der Rutzenbuhnenmanege. Foto: Kurt petry FOTO: Kurt Petry
NOHN. „Manege frei“ für Garden, Elferrat und Tollitäten. Bei der Kappensitzung der Nohner Rutzebuhnen stand der Saal Kopf. Von Kurt Petry

Zur 46. Narren-Session schlug der „Circus Rutzcalli“ im Nuhner Bürgerhaus seine Zelte auf. Manege frei mit Garden, Elferrat, Prinzenpaar Katja I. vom Gerstengrund und Patrick I. von der Kopp sowie Kinderprinzenpaar Lena I. von der Cloef und Nils I. aus dem Behrenhaus. Zwar meldete sich Ortsvorsteher Behr wie immer wortgewaltig und schlagfertig zu Wort. Doch das  konnte das Prinzenpaar nicht davon abhalten, zu verkünden, dass sie bis Aschermittwoch hier in Nuhn das Sagen haben. Schließlich hatten sie beim saarländischen Prinzenfrühstück unter allen Prinzenpaaren des Landes den dritten Platz belegt. Kein Wunder: Prinz Patrick und ihre Lieblichkeit Prinzessin Katja haben beide Fastnachtsblut in ihren Adern; er war schon Nohner Kinderprinz und ist seit einigen Jahren im Männerballett zugange, und sie tanzt seit Jahren in der Nohner Garde mit.

Das Tanzpaar Mia und Leonard (beide zehn Jahre alt) löste erste Begeisterungsstürme aus. Kein Wunder, dass diese beiden kürzlich bei den Saarlandmeisterschaften der Saar-Karnevalisten den zweiten Platz in ihrer Altersklasse belegen konnten und sich somit für die Südwestdeutschen Meisterschaften qualifiziert haben. Der Vorsitzende der Rutzebuhnen, Sascha Maas, überreichte beiden einen Glücksbären, der ihnen bei diesem überregionalen Wettkampf als Talisman zur Seite stehen wird.

Ein „alter Bekannter“ in der Nohner Bütt hat nach Jahren Abstinenz wieder dorthin zurückgefunden. „Ei wie es dat so gout – en Nuhn nochmol en der Bitt en diesem Zirkus“, war sein Fazit, nachdem er sich überwiegend den Elferrat zur Brust genommen hatte, diese müden Krieger. Kein Wunder. Der neue Sitzungspräsident Wolfgang schafft ja auf dem Finanzamt. Und diese Leute sind chronisch müde!  Zu Hause hat Markus auch nur Zirkus, deshalb findet er sich hier gerade richtig. Sehenswert, wie anschließend 30 schlanke Beine der Garde Blau-Weiß durch die Luft wirbelten und Tanzmariechen Barbara über die Bühne schwebte. Den „Alwis un et Liesel“ , seit etlichen Jahren auf der Nohner Narrenbühne präsent, hatten in ihren Bauchläden so allerhand zu präsentieren: Sie priesen in der Zirkusmanege ihre neue DVD und andere diverse Sachen von sich an; Socken, Slips, und, und, und. Beim ersten Auftritt des neunköpfigen Männerballetts zu einem Udo-Jürgens-Medley stand der Saal Kopf –  es musste eine Pause her.

Nach dieser Erholung gleich wieder ein Augenschmaus, besonders für männliche Manegenbesucher,  beim Tanz der 17 grazilen Mädchen der Garde Rot-Weiß, unter denen auch Prinzessin Katja sowie die amtierende Merziger Viezkönigin Salome gesichtet wurden. Weiteres Balsam für die Augen: „Rosa trägt Mini-Rock trotz Cellulitis“ – nicht zu glauben, was so alles in der Zeitung steht.

Ein weiteres Tanzmariechen, Lisa-Marie, ließ die Herzen der Besucher höher schlagen.

„Es ist das höchste Gut auf Erden, als Saarländer geboren zu werden“: Büttenredner Norbert philosophierte höchst amüsant über die drei wichtigsten Dinge eines Saarländers (Lyoner, Weck und Bier). Mit dem Schautanz „Party im Olymp“ gab die Garde Rot-Weiß Einblicke in das antike Griechenland, und das Männerballett stellte mit dem zweiten Tanz „Schneewittchen – die wahre Geschichte“ vor, ehe das Gesangsduo Benny & Nina das Zeitgeschehen als „Crocodile Andy & Diana Jones“ auf die Schippe nahm. Den Prinzenpaaren lag es am Herzen, Maria Kruchten zu danken. Sie hat für diese Session zusammen mit den Nohner Prinzenpaaren die Kostüme für beide Paare kreiert und genäht. Eine geschmackvoll aufeinander abgestimmte Komposition für das große und das kleine Prinzenpaar. Und als Zirkusdirektor Wolfgang Behr, der Helmut Kiefer nach über 30 Jahren im Amt als Sitzungspräsident abgelöst hatte, die Rutzcalli-Manege räumen ließ, riefen die Nuhner Gecken wie die anwesenden Prinzenpaare aus Schwemlingen und Menningen ein letztes Mal: „Fös Geckig“.

„Aber bitte mit Sahne“ – der Schautanz des Männerballetts.
„Aber bitte mit Sahne“ – der Schautanz des Männerballetts. FOTO: Kurt petry / Kurt Petry