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Die Lutwinuswallfahrt in Mettlach fand trotz Corona statt

Mettlach : Eine stille, aber intensive Woche voller Gebete und Lieder

Wegen der Corona-Pandemie fand die Lutwinuswallfahrt diesmal in anderer Form statt.

Es sollte die 18. Mettlacher Wallfahrt zum Grab des Heiligen Lutwinus werden – es wurde eine stille Gebetswoche, da große Wallfahrten, bedingt durch Corona, zurzeit nicht möglich sind. Trotz der ungewöhnlichen Umstände wurden es intensive Tage, in denen viele Menschen ihre derzeitigen Sorgen zum Heiligen in die Mettlacher Kirche brachten. So sammelten sich täglich, verteilt auf drei Gottesdienste (Morgenlob, Heilige Messe und Abendlob), immer rund hundert Gläubige in der Wallfahrtskirche. Die Hauptgottesdienste zur Eröffnung, zur Kirmes und zum Abschluss wurden von einem Projektquartett musikalisch gestaltet und waren ebenfalls sehr gut besucht. Die geltenden Hygiene- und Abstandsbestimmungen wurden ausnahmslos eingehalten.

Das Lutwinuswerk übernahm den Ordnungsdienst, kontrollierte den Einlass nach Anmeldung, half den Leuten bei der Platzsuche und stand für Fragen zur Verfügung. Einen besonderen Fahrradpilger empfing Pfarrer Thomas Schmitt am Montag der Wallfahrtswoche. Bischof Stephan Ackermann kam von Serrig aus mit dem Fahrrad zum Abendlob. Er dankte für das Gebet und bat den Heiligen Lutwinus selbst um Fürsprache für seinen Dienst als Bischof. Im Kontrast zu den sonst üblichen großen und festlichen Gottesdiensten war es in diesem Jahr eine stille und beschauliche Wallfahrt. Besonderen Anklang fand die Abendlobreihe „Orgel plus“, die Kirchenmusiker Dennis-Jens Ernst kurzerhand initiierte. Hier wurde mit einfachen Mitteln die ganze Bandbreite sakraler Musik dargeboten. Es fehlt natürlich diesmal die Möglichkeit zum Beisammensein beim guten Lutwinusbräu. Die Veranstalter hoffen, dass im nächsten Jahr wieder gemeinsam eine große Wallfahrt mit vielen Begegnungen stattfinden kann.