Den Meisterbrief vergoldet

Orscholz. Vor 50 Jahren, genau am 31. Mai 1958, hat der heute 74-jährige Wolfram Schulz aus Orscholz nach zwei Semestern Meisterschule vor der Handwerkskammer Pfalz in Kaiserslautern die Meisterprüfung im Schreinerhandwerk abgelegt. Der Meisterbrief wurde damals feierlich im Kurhaus Bad Dürkheim ausgehändigt. 760 junge Handwerker in 28 Berufen hatten damals ihren Meister gemacht

Orscholz. Vor 50 Jahren, genau am 31. Mai 1958, hat der heute 74-jährige Wolfram Schulz aus Orscholz nach zwei Semestern Meisterschule vor der Handwerkskammer Pfalz in Kaiserslautern die Meisterprüfung im Schreinerhandwerk abgelegt. Der Meisterbrief wurde damals feierlich im Kurhaus Bad Dürkheim ausgehändigt. 760 junge Handwerker in 28 Berufen hatten damals ihren Meister gemacht. Jetzt, 50 Jahre später, waren 105 von ihnen erschienen, um sich in festlichem Rahmen in Waldfischbach-Burgalben wiederum von der Handwerkskammer Pfalz einen Meisterbrief überreichen zu lassen, zur Feier des Jubiläums diesmal in Gold. Die Mainzer Hofsänger gestalteten den musikalischen Rahmen. Wolfram Schulz und seine Frau Edda haben zwei Söhne. Beide haben ebenfalls den Schreinerberuf erlernt. Sie sind heute in der Küchenmöbel-Branche tätig, in Freiburg und in Koblenz. Im Jahr 2001 zog es Wolfram Schulz und seine Frau aus gesundheitlichen Gründen von Dudweiler nach Orscholz, wo das Ehepaar in einer Senioren-Residenz oberhalb der Saarschleife wohnt.Wolfram Schulz, geboren in der Mark Brandenburg, hatte sich nie selbstständig gemacht, sondern ununterbrochen in der Möbelindustrie gearbeitet, zunächst in der Produktion, später im Verkauf. Vor seiner Meisterprüfung arbeitete Schulz als Geselle in der Möbelfabrik Gebrüder Becker in Meisenheim. Von 1959 bis 1963 war er Oberflächenmeister in der Tisch- und Kleinmöbelfabrik Juwel in Emmerthal/Weser. Danach folgten zwei Jahre als Anwendungstechniker der Möbelindustrie in der Lackfabrik Schramm in Offenbach am Main. Weitere zwei Jahre folgten als Leiter der Fabrikation in der Oeseder Möbel-Industrie Wiemann in Osnabrück. Daneben machte Schulz in Abendkursen seinen Refa-Schein. Im April 1965 ging es ins Saarland. Zusammen mit Ehefrau Edda baute er für die Firma Tenhaeff aus Ellern/Hunsrück in Dudweiler das Verkaufsbüro Tenhaeff-Saar auf. Das Unternehmen hatte sich mehr und mehr auf die Produktion von Gastronomie-Möbeln spezialisiert. Das Dudweiler Büro wurde in der Branche ein Begriff. Etwa 150 Gastronomie-Objekte im Jahr wurden in Dudweiler geplant, in Ellern gefertigt und in Dudweiler ausgeliefert und montiert. Die Niederlassung arbeitete für alle saarländischen Brauereien. Heute leitet ein Schreinermeister aus Bilsdorf das Verkaufsbüro in Dudweiler.