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Debatte um Mettlacher Naturschutzgebiet

Debatte um Mettlacher Naturschutzgebiet

Viel Arbeit auf dem Gebiet des Naturschutzes: Die Europäische Union droht mit hohen Strafen, wenn ihre Vorgaben nicht rechtzeitig umgesetzt werden. Die Umsetzung der entsprechenden Verordnungen verursacht Streit.

Da der Bundesrepublik und somit auch dem Saarland hohe Konventionalstrafen durch die EU drohen, müssen aktuell 123 Natura-2000-Schutzgebietsverordnungen im Eilverfahren erledigt werden.

Besonders ausgeprägte, unqualifizierte und wenig sachdienliche Gegenargumente führten bei der Rechtsverordnung zum Zunkelsbruchgebiet im Mettlacher Ortsteil Saarhölzbach zu einer emotional aufgeheizten Stimmung in der Dorfbevölkerung.

"Das ist im Saarland ein beispielloser, unnötiger Widerstandsaktionismus", so der stellvertretende Nabu-Landesvorsitzende Karl Rudi Reiter. "Viele andere Gemeinden sind stolz auf ihr Naturerbe in Heimatverbundenheit vor dem Hintergrund weltweit grassierender Biodiversitätsverluste. Naturschönheit und wertvolle Naturbestandteile der Dorflandschaft sind unersetzliche Elemente einer integralen Dorfkultur. Einige wenige , Naturgegner' versuchen, in Saarhölzbach eine ganze Dorfgemeinschaft von ihrer Heimatverbundenheit zu trennen, um rein egoistische Ziele zu verfolgen."

Heimat erhalten

Der Nabu-Landesverband begrüßt die Ausweisung der Natura-2000-Gebiete als wichtigstes Instrument der EU-Naturschutzstrategie. "Nie zuvor gab es in Europa eine solche länderübergreifende Naturschutzpolitik vor dem Hintergrund eskalierender Naturzerstörungen. Real sind nur geringfügige Nutzungseinschränkungen für einige Grundstückseigentümer zu erwarten." Es sei dem Nabu berichtet, dass einige Grundstückseigentümer klammheimlich Eingriffe in den Flächen vornähmen, um sie gezielt naturschutzfachlich zu entwerten, so Reiter. Beim Bekanntwerden werd der Nabu solche Praktiken zur Anzeige bringen. "Die Sozialpflichtigkeit des Eigentums sollte eigentlich eine ehrenvolle Selbstverständlichkeit sein." Vor dem Hintergrund "weltweiter, unumkehrbarer Naturvernichtung" appelliert der Nabu an die Saarhölzbacher, wenigstens auf lokaler Ebene "das Naturerbe unserer Heimat zu erhalten und zu beschützen sowie bei der Pflege mitzuwirken".