CDU Mettlach begrüßt Aufstockung der Freiwilligen Ganztagsschule

CDU Mettlach begrüßt Aufstockung der Freiwilligen Ganztagsschule

Orscholz. Ein ausreichendes Ganztagsschul-Angebot nennt die CDU Mettlach unverzichtbar. Dies betonen führende Mettlacher Christdemokraten in einer Stellungnahme zur aktuell laufenden Schuldebatte

Orscholz. Ein ausreichendes Ganztagsschul-Angebot nennt die CDU Mettlach unverzichtbar. Dies betonen führende Mettlacher Christdemokraten in einer Stellungnahme zur aktuell laufenden Schuldebatte. So ist für Gemeindeverbandschef Willi Walter (Foto: SZ) die Erweiterung der Freiwilligen Ganztagsschule in Orscholz "eine großartige Sache", für die die nötigen Umbaumaßnahmen umgesetzt werden sollen. Dies werde die CDU politisch unterstützen. Auf die Bedeutung der Ganztagsschulen für die Attraktivität der Mettlacher Schulstandorte weist auch der Bürgermeisterkandidat der CDU Mettlach, Peter Klein, hin. "Für den künftigen Bestand der Gesamtschule Orscholz war die Aufstockung der Ganztagsschule auf vier Gruppen eine wichtige und erfreuliche Entscheidung, die Bedeutung für ganz Mettlach hat." Klein dankt den Eltern, die mit ihrem Engagement die Zustimmung des saarländischen Bildungsministeriums herbeigeführt haben. In einem Brief und mit einer Unterschriftenaktion hatten sich Eltern aus Orscholz für eine vierte Gruppe stark gemacht (die SZ berichtete). Nun müssten Gemeindeverwaltung und Räte rasch die notwendigen Beschlüsse fassen, um für die Schüler angemessene und lernfördernde Gegebenheiten zu schaffen.Derweil kritisiert Bernhard Schneider, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, Äußerungen des Beigeordneten Hermann Kiefer. Kiefer, zurzeit mit den Amtsgeschäften des Bürgermeisters betraut, hatte moniert: Warum werden solche bildungspolitischen Maßnahmen mit den saarländischen Gemeinden als Grundschulträger nicht abgestimmt? "Offenbar ist es Ortsvorsteher Kiefer entgangen, dass das Bildungsministerium bei seiner Entscheidung im üblichen Verfahren die Gemeinde mit einbezogen hat." Mit seinen Verlautbarungen sorgt er nach Darstellung Schneiders in der Öffentlichkeit für Irritation. "Daher erwarten wir eine sofortige und eindeutige Positionierung des Beigeordneten", so Schneider. Auch die Kritik von Kiefer an der geplanten Einführung eines fünften Grundschuljahres, die zu einem gehörigen Raumproblem in der Gemeinde führe, ist für Walter, Klein und Schneider nicht nachvollziehbar. "Kiefer hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, im politischen Sommerloch den Schulstandort Orscholz kaputt zu reden. Er gefährdet damit das Bildungsangebot der gesamten Gemeinde," sagen sie. "Statt den Eltern zu danken, die durch ihr Engagement beim Bildungsminister die Erweiterung der Ganztagsschule erstritten haben, übt sich Kiefer in der Rolle des Oberbedenkenträgers", sagt Willi Walter. Als abwegig bezeichnet Walter Kiefers Vorschlag, Teile der Ganztagsschule im ehemaligen Schulgebäude in Weiten unterzubringen. Es sei den Kindern kaum zuzumuten, mehrmals am Tag von Dorf zu Dorf transportiert zu werden. "Zudem hat Kiefer wohl übersehen, dass der Gemeinderat für das Gebäude eine andere Verwendung beschlossen hat und der Umbau zum Bürgerhaus unmittelbar bevorsteht." Walter plädiert für eine standortnahe Lösung. Die Nachmittags-Nutzung von Klassensälen mit entsprechender Ausrüstung soll geprüft werden. Es sei auszuloten, ob zusätzliche Unterstützung durch das Land möglich seien.