CDU holt absolute Mehrheit im Mettlacher Gemeinderat

Wahlanalyse Mettlach : Mettlacher SPD erlebt Debakel

CDU erobert knappe absolute Mehrheit im Gemeinderat, Grüne erstmals dabei.

Mit einem Debakel endete die Gemeinderatswahl in Mettlach für die SPD: Die Partei, die durch die Kappelt-Affäre um ihren Ex-Fraktionschef Markus Rausch und den früheren Bürgermeister Carsten Wiemann zermürbt war, rauschte um mehr 15 Prozent nach unten und verlor fünf ihrer bislang zwölf Ratssitze.

Nutznießer davon war zum einen die CDU, die sich mit einem Zuwachs von 3,8 Prozent 17 Sitze und damit die absolute Mehrheit in dem 33 Mitglieder zählenden Gremium erobern konnte. Gegenüber der letzten Wahl gewannen die Christdemokraten zwei Sitze hinzu.

Ein weitere großer Gewinner des Wahlsonntags sind die Grünen: Bei der letzten Wahl noch nicht dabei, kamen sie aus dem Stand heraus auf 7,2 Prozent und zu zwei Ratssitzen. Und auch die Freien Bürger Mettlach (FBM) dürften zufrieden sein: Sie steigerten sich um fünf Prozent auf jetzt 13,7, was ihnen einen vierten Ratssitz bescherte. Ebenfalls verbessert hat sich die FDP, sie holte 2,9 Prozent mehr als noch 2014 und sitzt nun mit zwei Vertretern, also in Fraktionsstärke, im Rat. Unverändert einen Sitz behält die Linkspartei, die ihr prozentuales Ergebnis der letzten Kommunalwahl behaupten konnte.

Die Wahlbeteiligung stieg gegenüber 2014 um acht Prozentpunkte, von 57,5 Prozent auf 65,5 Prozent.

Bis auf die SPD gewannen alle Parteien Stimmen hinzu: Die CDU legte um 548 auf 2965 zu, die FBM um 382 auf 868, die FDP um 213 auf 421, die Linke immerhin noch um 31 auf 299. Dazu kamen die Zugewinne der Grünen mit 459 Stimmen.

Mehr als ein Drittel ihrer Stimmen hat indes die SPD verloren, sie sackte von 2056 Stimmen im Jahr 2014 auf jetzt nur noch 1343 ab. In der Folge der Kappelt-Affäre hatte sich die Ratsfraktion ohnehin gespalten, jetzt stehen die Sozialdemokraten in der Abteigemeinde vor einem kompletten Neuaufbau.

Mehr von Saarbrücker Zeitung