Baudauer und Kosten noch offen

Orscholz. Hätte Jakob Backes bei einer guten Fee einen Wunsch frei, längst hätte er von ihr den Ausbau der L 178 verlangt. Wie viele Beinahe-Unfälle der Büschdorfer auf der Strecke zwischen Tünsdorf und Orscholz schon miterleben musste, vermag er nicht mehr zu zählen. Nur ein guter Schutzengel hatte die Autofahrer vor Schlimmerem bewahrt, wie er sagt

Orscholz. Hätte Jakob Backes bei einer guten Fee einen Wunsch frei, längst hätte er von ihr den Ausbau der L 178 verlangt. Wie viele Beinahe-Unfälle der Büschdorfer auf der Strecke zwischen Tünsdorf und Orscholz schon miterleben musste, vermag er nicht mehr zu zählen. Nur ein guter Schutzengel hatte die Autofahrer vor Schlimmerem bewahrt, wie er sagt. Selbst dem Ministerpräsidenten Peter Müller habe er geschrieben und in dem Brief gebeten, endlich Abhilfe zu schaffen und die Gefahrenstrecke endlich zu entschärfen. "Derzeit befinden wir uns in der Vorplanungsphase", sagt Hans-Werner Sommer vom Landesamt für Straßenbau in Neunkirchen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es unmöglich, einen Termin für einen Spatenstich festzulegen. Noch zu viele Abstimmungen seien erforderlich. Auch das Baurechtsverfahren liege noch nicht fest. "Bei zügiger Bearbeitung der einzelnen Planungsschritte ist frühestens in 2010 mit einem Spatenstich zu rechnen, sofern ein vereinfachtes Baurechtsverfahren durchgeführt werden kann", ergänzt Pressesprecher Sommer. "Zum vereinfachten Baurechtsverfahren ist aber die Zustimmung aller Grundstückseigentümer und des Naturschutzes erforderlich." Sollte zur Erlangung des Baurechts ein Planfeststellungsverfahren erforderlich werden, werde der Baubeginn frühestens 2011 starten können, wie er ergänzt.Die derzeitige Planung sehe vor, die Fahrbahn von derzeit 4,80 bis 5,20 Metern zu verbreitern, das LfS strebe sieben Meter an. "Als mögliche Varianten werden derzeit der Ausbau im Bestand, das heißt eine Verbreiterung in der bestehenden Trasse oder gleichzeitig damit eine Verbesserung der Linienführung, geprüft", wie Hans-Werner Sommer ergänzt.Vom Ortsausgang Orscholz bis zur Einmündung "Zum Wiesenhof" sei zudem die Anlegung eines straßenbegleitenden Rad- und Gehweges vorgesehen. "Und für die Weiterführung des Rad- und Gehweges bis zur Verbindungsstraße nach Büschdorf bieten sich mehrere Lösungen an, die derzeit vergleichend geprüft werden, um eine Vorzugsvariante für die weitere Planung zugrunde zu legen, für die das Baurechtsverfahren durchgeführt werden muss."Da die Planungen noch verschiedene Alternativen vorsähen, seien Aussagen zur Bauzeit derzeit noch nicht sinnvoll möglich. Auch zu den Kosten will man beim LfS noch keine Aussagen machen."Sie hängen naturgemäß von der ausgewählten Variante ab." Die gesamte Baumaßnahme wird nach derzeitiger grober Kostenkalkulation auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Für das Landesamt steht allerdings fest: In dem Ausbauabschnitt ist keine besondere Unfallhäufung festzustellen. Die schweren Unfälle, die sich in letzter Zeit ereigneten, seien allesamt außerhalb des jetzigen Planungsbereichs und in der Regel auf zu hohe Geschwindigkeit und Alkohol zurückzuführen gewesen. "Die Zustimmung der Grundstückseigentümer und des Naturschutzes ist erforderlich." Landesamt für Straßenbau in Neunkirchen