Aktion "Tulpen für Brot" brachte schon über 52000 Euro an Spenden

Orscholz : Tulpen sichern Straßenkindern ein Frühstück

Mit der Aktion „Tulpen für Brot“ sammeln Grundschüler Geld für Straßenkinder in aller Welt.

Das 25. Jubiläum der Benefizaktion „Tulpen für Brot“, vom damaligen Weiskircher Grundschullehrer Matthias Koltes ins Leben gerufen, erbrachte in diesem Jahr auch ein sagenhaftes Rekordergebnis. In der Grundschule Orscholz, die seit einigen Jahren immer mitgemacht und stets gute Sammelergebnisse erzielt hatte, rollte Koltes, inzwischen als Schulleiter der Grundschule Weiskirchen im Sommer in den Ruhestand versetzt, ein drei Meter langes Transparent auf, auf dem eine ganz große Zahl aufgeschrieben war. „52 878,61 Euro“, konnte Till aus der vierten Klasse mit Lehrerin Julia Barbian seinen Mitschülern bereits vorlesen. Da war die Freude groß, schließlich hatten auch sie ihren ordentlichen Anteil an diesem phänomenalen Ergebnis.

„Das Geld ist für arme Straßenkinder in anderen Erdteilen gedacht. Denen wird ein Frühstück gemacht“, sagte die kleine Maike auf die Frage von Koltes, was mit dem Geld geschieht. „Krebskranke Kinder werden ebenfalls unterstützt“, wusste auch Mitschüler Arne Bescheid, derweil Emilie versicherte, dass auch Kindern, die in der Welt Hunger leiden, mit dem Erlös geholfen wird.

Koltes, dem auch im Ruhestand diese Aktion eine Herzensangelegenheit sein wird, versicherte den Kindern, dass sie sich intensiv mit dem Projekt beschäftigt und richtige Antworten gewusst haben. Der Initiator zählte die einzelnen Projekte namentlich auf, an denen die Spendenbeträge weitergeleitet werden: Peruhilfe Nonnweiler (45 Prozent), Deutsche Kinderkrebshilfe (10 Prozent) sowie die Welthungerhilfe (45 Prozent).

„Genau 180 Schulen und Kindergärten aus nahezu allen Bundesländern haben im vergangenen Jahr mitgemacht, auch das ist ein neuer Rekord“, sagte Koltes. Er betonte, dass es gerade in der heutigen Zeit, die geprägt sei von Flucht und Vertreibung, sehr wichtig sie, die Bedingungen für die Menschen in ihren armen Heimatländern zu verbessern. „Mein Dank gilt allen Kindern, die mitgemacht haben. Damit konnte die Lebenssituation vieler notleidender Kinder in der Welt verbessert werden. Sie können alle positiver in die Zukunft schauen“, betonte der pensionierte Schulleiter.

Nicht vergessen möchte er die Eltern, die ihre Kinder dabei unterstützen, sowie die Lehrerkollegen, die sich entschließen können, das Projekt in ihren Unterricht einzubauen. Es eigne sich besonders für den fächerübergreifenden Unterricht. „Und wenn das Lehrpersonal dahinter steht, wird es stets eine gelungene Sache“, ist sich der Erfinder des Projektes sicher. Die Schirmherrschaft haben schon einige Jahre Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, sowie Ulrich Commercon, Bildungsminister im Saarland, übernommen. „Mit der tollen Aktion ‚Tulpen für Brot’ bietet sich für unsere Kinder die Möglichkeit, sich für ein solidarisches Miteinander einzusetzen und die Welt ein bisschen bunter zu machen. Mit dieser kleinen Geste kann man vielen anderen Kindern eine Freude bereiten und Gutes tun“, lautete die Botschaft der drei Politiker.

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