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Zwei neue Windräder sollen auf dem Merchinger Berg entstehen

Merchingen : Neue Windräder kommen nach Merchingen

Die Stadt Merzig will mit dem Betreiber Verträge, unter anderem betreffend die Zuwegung, schließen.

Auf dem Merchinger Berg sollen im Umfeld der bestehenden Windparks nordöstlich des Merziger Stadtteils zwei weitere Windräder entstehen. Der Stadtrat von Merzig hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, entsprechende Nutzungsverträge hinsichtlich der Zuwegung sowie der Verlegung und des Betriebs von Stromtrassen zu den beiden neuen Windrädern mit den Investoren abzuschließen.

Geplant werden die neuen Anlagen, die gemäß der Verwaltungsvorlage eine Gesamthöhe von 241 Metern (Nabenhöhe 166 Meter plus die Hälfte des Rotordurchmessers von 150 Metern) sowie eine Nennleistung von 4,2 Megawatt pro Windrad haben sollen, von der Firma Green City Windpark Merzig GmbH & Co. KG. Die Firma hat ihren Sitz laut Handelsregister in München und hat im Juli 2019 die Errichtung und den Betrieb der beiden Anlagen gemäß Bundes-Immissionschutzgesetz (BImsch-Verfahren) beim zuständigen Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (Lua) beantragt.

Die Stadt Merzig ist in zweierlei Hinsicht von dem Projekt betroffen: Die Zuwegung zu dem Standort der beiden Anlagen soll über die Landstraße zwischen Honzrath und Merzig sowie über bestehende Feldwege erfolgen. Bis auf wenige hundert Meter befinden sich laut Verwaltung rund 3,32 Kilometer des Zufahrtsweges in städtischem Eigentum. Die Betreiber der beiden Anlagen wollen diese Wege befestigen und auf eine Breite von mindestens 4,50 Meter ausbauen. Zudem übernehmen sie gemäß Nutzungsvertrag für die Vertragslaufzeit (20 Jahre mit zwei Verlängerungsoptionen zu jeweils fünf Jahren) die Instandhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht und zahlen der Stadt hierfür eine jährliche Vergütung. Zu deren Höhe wurden in Ratssitzung selbst wie auch in der Verwaltungsvorlage keine Angaben gemacht.

Städtisches Gelände wird auch für die geplante Stromleitung in Anspruch genommen, über die der von den neuen Windrädern erzeugte Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden soll. Hierfür wollen die Betreiber ein Erdkabel verlegen, das über knapp einen Kilometer auf städtischen Flächen verläuft. Weil der vorgesehene Leitungsverlauf auch die Eisenbahntrasse zwischen Merzig und Losheim kreuzt, müsse hier zudem eine gesonderte Vereinbarung mit der Gemeinde Losheim am See getroffen werden, die Pächterin dieses Abschnitts der Schienenstrecke sei, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Allerdings liege diese derzeit noch nicht vor. Auch für die Bereitstellung der städtischen Flächen für die Verlegung des Kabels soll die Stadt eine jährliche Vergütung über eine maximale Laufzeit von 30 Jahren (20 Jahre Mindestlaufzeit plus zwei mal fünf Jahre Verlängerung optional) erhalten.