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Ziel: Verbesserung der Lebensqualität

Ziel: Verbesserung der Lebensqualität

Der Kreis Merzig-Wadern wurde unter 30 Bewerbern als eine von 18 Regionen ausgewählt. Damit einher geht ein erster Zuwendungsbescheid in Höhe von 220 000 Euro zur Förderung des Modellvorhabens.

Der Kreis Merzig-Wadern ist "Modellregion zur langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen". Dies gab die Kreisverwaltung jetzt bekannt. Der Landkreis wurde demnach unter 30 Bewerbern als eine von 18 Regionen ausgewählt. Damit einher geht ein erster Zuwendungsbescheid in Höhe von 220 000 Euro zur Förderung des Modellvorhabens. Ein weiteres Projekt in Höhe von 85 000 Euro wurde ebenfalls schon bewilligt. Ins Leben gerufen wurde das Programm vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die bessere Verknüpfung von Nahversorgung und Mobilität , eine Verbesserung der Lebensqualität in der Region und die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Entwicklung - das sind die Schwerpunkte, an denen das Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität im ländlichen Raum" ansetzt. Insgesamt läuft das Projekt über 30 Monate, von Anfang dieses Jahres bis Mitte 2018.

Geplant ist, ein Kooperationsraum-, ein Verkehrs- und ein Beteiligungskonzept zu erarbeiten. Das Ziel des Kooperationsraumkonzepts: die Grundversorgung an möglichst günstigen Standorten bündeln. Daraus sollen so genannte Versorgungszentren erwachsen. Das darauf abgestimmte Verkehrskonzept hat wiederum den Zweck, die Erreichbarkeit dieser Angebote langfristig sicherzustellen. Erreicht werden soll dies mit einer flexiblen Kombination verschiedener Verkehrsmittel.

Das langfristige Gesamtziel: einen Beitrag zur Sicherung sowohl der Grund- und Nahversorgung als auch der Mobilität im Landkreis Merzig-Wadern zu leisten. "So soll die Region ein attraktiver Lebens-, Wohn- und Arbeitsstandort bleiben", heißt es aus dem Landratsamt.

Bürger werden beteiligt

In die Erarbeitung des Konzepts werden demnach Vertreter von Nahversorgungs-Anbietern, der Hausärzte, der Pflegedienste und von Verkehrsunternehmen ebenso eingebunden wie Politik und Verwaltung. Doch auch die Bevölkerung, die das Konzept letztendlich betrifft, soll nicht außen vor bleiben: Die Menschen in der Region - vor allem Kinder und Jugendliche, Senioren, behinderte Menschen, Familien - können sich an der Erarbeitung des Konzepts beteiligen.

Um zu entscheiden, wie diese Bürgerbeteiligung aussieht, sind Ende September die Vertreter aller 18 Modellregionen in der Bundesrepublik in Losheim zu Gast. Dort tragen sie ihre Erfahrungen und Ziele zusammen. Außerdem geht es auf eine Exkursion ins Familienzentrum Perl-Mettlach nach Orscholz.