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Spatenstich
Zehn Millionen für neue Pflegeeinrichtung

Griffen zum Spaten: (v.l.) Walter Eberhardt, Geschäftsführer der Baugesellschaft OBG, Dr. Hartmut Schenk, Geschäftsführer von Casaplan, Dieter Ernst, erster Beigeordneter der Kreisstadt, Bürgermeister Marcus Hoffeld, Wolfgang Krause, Aufsichtsratsvorsitzender des saarländischen Schwesternverbands, Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender des saarländischen Schwesternverbands, Michael Berg, Pflegedienstleiter der Laurentiushöhe und Dr. Martin Kaiser, Chefarzt der Psychiatrie in Merzig.
Griffen zum Spaten: (v.l.) Walter Eberhardt, Geschäftsführer der Baugesellschaft OBG, Dr. Hartmut Schenk, Geschäftsführer von Casaplan, Dieter Ernst, erster Beigeordneter der Kreisstadt, Bürgermeister Marcus Hoffeld, Wolfgang Krause, Aufsichtsratsvorsitzender des saarländischen Schwesternverbands, Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender des saarländischen Schwesternverbands, Michael Berg, Pflegedienstleiter der Laurentiushöhe und Dr. Martin Kaiser, Chefarzt der Psychiatrie in Merzig. FOTO: Tina Leistenschneider
Schwemlingen. Mit einem Spatenstich haben der Schwesternverband und der Investor Casaplan den Neubau für die dezentrale Heimversorgung auf der Laurentiushöhe gestartet.

Auf der Laurentiushöhe in Schwemlingen beginnen die Arbeiten für einen Neubau einer Pflegeeinrichtung. Genau 45 Jahre nach der Grundsteinlegung des Baues griffen die Verantwortlichen des Projektes, des Schwesternverbandes und der Stadt Merzig zur Schaufel, um den Spatenstich zum Start des Baus zu vollziehen. Der Investor Casaplan nimmt dafür an diesem Standort rund 10 Millionen Euro in die Hand.


Auf der etwa 5600 Quadratmeter großen Fläche des Schwesternverbandes errichtet die Baugesellschaft OGB ein Ersatzgebäude direkt neben den alten Bauwerken. Der Neubau für psychisch und geistig beeinträchtigte Menschen sowie pflegebedürftige Menschen mit entsprechenden Behinderungen wird Platz für 84 Bewohner bieten.

Weil die alten Bauten in die Jahre gekommen seien, habe man sich vor fünf Jahren für die Errichtung eines Neubaus entschieden, hieß es von den Verantwortlichen beim Spatenstich. Dieser ist zusammen mit verschiedenen Dezentralisierungsprojekten Teil einer Neustrukturierung des Schwesternverbandes. Der Plan sieht vor, die Wohnanlagen der Bewohner zentraler in die Region und damit in die Gesellschaft zu integrieren.

Geplant sind bisher eine weitere Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, deren Standort noch offen ist, sowie weitere Wohnverbünde in Lebach, Fraulautern und Dudweiler. Im Zuge dieses Konzeptes ist zudem eine Verkleinerung der Laurentiushöhe von bisher über 400 Plätzen auf etwa die Hälfte geplant.

Dafür werden drei der insgesamt sechs Gebäude in Schwemlingen abgerissen. Der Ersatzbau in Schwemlingen soll zukünftig als Zentrale der lokalen Heimversorgung dienen, die es zurzeit mit Büros und Arbeitstherapieräumen zentral in Merzig gibt. Durch die Verkleinerung der Laurentiushöhe verändere sich das Angebot jedoch nicht: „Im zukünftigen Einrichtungsverbund werden wir alle Angebotsformen der heutigen Einrichtung und noch weitere Pflege- und Betreuungs- und Wohnformen anbieten. Die Stammeinrichtung wird sich darauf konzentrieren, Menschen zu versorgen, die aufgrund ihrer Behinderung oder psychischen Erkrankung eine besonders intensive Begleitung und/oder Pflege benötigen. Immer natürlich mit dem Ziel, soweit erreichbar, den Weg in eine selbstbestimmte Wohnform zu ebnen“, sagte Dirk Sellmann, Projektmanager des Schwesternverbandes.



„Durch die gestartete Zukunftsinitiative des Schwesternverbandes werden die Wohn- und Betreuungsangebote individueller an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gruppen angepasst“, sagte Dieter Ernst, der erste Beigeordnete der Stadt Merzig. „Dabei spielen unter anderem die infrastrukturellen Voraussetzungen bei einer erfolgreichen Projektumsetzung eine entscheidende Rolle, um auch zukünftig ein qualitativ hochwertiges Angebot zu bieten. Vor diesem Hintergrund ist der nun gestartete Neubau ein erster richtiger und wichtiger Schritt, um die kommenden Herausforderungen zu meistern“, betonte Ernst.

Im Erdgeschoss des Neubaus werden die Verwaltung mit den Büros, Arztzimmer sowie Therapiezimmer, eine Turnhalle und eine Cafeteria angesiedelt. Die beiden Obergeschosse bieten jeweils Platz für die 42 Einzelzimmer und sind in drei Betreuungsgruppen aufgeteilt. Gemeinsame Aufenthaltsbereiche für die Bewohner und eine Küche fürs Therapiekochen sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Die Kosten der modernisierten Ausstattung in Höhe von bis zu 850 000 Euro übernimmt die Laurentiushöhe.

Zwar entsteht der Neubau auf dem Gelände der Einrichtung Laurentiushöhe, allerdings wurde dieses für die Baumaßnahme als Erbpacht an den Investor Casaplan ausgegliedert, so dass die Pflegeeinrichtung das Gebäude für die nächsten 30 Jahre mietet.

Der Schwesternverband bleibt Träger der Einrichtung. Danach kehrt das Gelände wieder in den Besitz des Schwesternverbandes zurück. Der Neubau soll nach den Angaben der Projekt-Verantwortlichen bis Ende Mai 2019 fertiggestellt werden.

Die Vorbereitungen für den Neubau haben begonnen.
Die Vorbereitungen für den Neubau haben begonnen. FOTO: Tina Leistenschneider
(leis)