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Wolfspark Werner Freund wird attraktiver

Wolfspark Werner Freund wird attraktiver

Der Spatenstich für das Informationsgebäude und den neuen Eingangsbereich leitete den dritten Bauabschnitt ein.

Nach erfolgreicher Umsetzung der ersten beiden Bauabschnitte, haben nun die Arbeiten zur Komplettierung des Projekts Wolfsparks begonnen. Mit dem Spatenstich für das neue Infogebäude wird der dritte und damit letzte Bauabschnitt des Umbaus eingeläutet.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zeigt sich erfreut, mit einem weiteren Zuschuss in Höhe von 640 000 Euro ein für das Saarland so wichtiges touristisches Projekt zu unterstützen. "Der Wolfspark Werner Freund ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und ein echter Besuchermagnet", sagte die Ministerin. "Mit Bauabschnitt 3 werden die zukunftsträchtigen Maßnahmen in die Weiterentwicklung des Parks erfolgreich fortgesetzt."

"All diese Maßnahmen sind nur möglich", so Bürgermeister Marcus Hoffeld, "weil das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr einen 70-prozentigen Zuschuss im Rahmen der Tourismusförderung für die gesamte Baumaßnahme beisteuert. Die Kreisstadt Merzig ist daher sehr dankbar, dass der Wolfspark Werner Freund Merzig so umfangreich aus Landesmitteln gefördert wird."

Das moderne Infohaus, das im südlichen Teil des Wolfsparks entsteht, ermöglicht den Besuchern, die Arbeit mit den Wölfen aus nächster Nähe kennen zu lernen und Einblicke in die Forschungsarbeit von Werner Freund zu gewinnen. Außerdem wird der Nabu, der im Wolfspark Merzig über das Projekt "Willkommen Wolf" informiert, wichtige Aufklärungsarbeit leisten, um alten Ängsten, Märchen und Mythen um den Wolf entgegenzuwirken.

Neben dem Eingangs- und Informationsgebäude für die Besucher, für das Baukosten in Höhe von zirka 128 000 Euro angesetzt sind, wird im Rahmen des dritten Bauabschnitts eine überdachte Bühne mit Sitzgelegenheiten errichtet. Sie dient größeren Besuchergruppen, wie zum Beispiel Schulklassen, als Versammlungspunkt, für Vorträge und zur Beobachtung von Schaufütterungen. Die Bühne ist durch zwei Rampen auch für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zugänglich. An der Rückwand der Bühne sollen Informationstafeln angebracht werden, die über den Park und das Leben von Werner Freund informieren. Hier entstehen Baukosten in Höhe von zirka 10 000 Euro.

Neben dem Eingangs- und Informationsgebäude werden auch erstmalig Personalräume entstehen. Was vor Jahren noch von ehrenamtlichen Helfern geleistet werden konnte, wird heute - dank der Entwicklung des Wolfsparks zum Besuchermagneten - von zwei Vollzeitkräften sowie drei weiteren Teilzeitkräften geleistet, heißt es von Seiten der Stadt. Durch die Einstellung eines festen Personalstamms durch die Kreisstadt sei die Schaffung von Sozialräumen für das Personal unabdingbar. Laut Planung der Stadtverwaltung erfolgt hierfür ein Anbau an das bestehende WC-Gebäude. Zudem erfolgt im Bereich der Zufahrt und des Parkplatzes eine Optimierung. Hier werden zirka 215 000 Euro in die Verbesserungen der Zuwegung sowie in Beschilderungen von Behinderten- und Mutter-Kind-Parkplätzen investiert. Zudem müssen Ver- und Entsorgungsanschlüsse zum neuen Eingangsgebäude verlegt werden.

Zum Thema:

Bürgermeister Hoffeld und Ministerin Rehlinger nach dem Spatenstich.

Merziger Attraktion: der Wolfspark Das erste Gehege wurde im Jahr 1977 durch Werner Freund, den Gründer des Wolfspark in Merzig, errichtet. Die Grundidee basiert auf Konrad Lorzenz. Das enge Zusammenleben mit Wölfen ist die Grundlage zur intensiven Verhaltensbeobachtung. Der Wolfspark ist in seiner Form einzigartig, da hier Wölfe aus vielen Teilen der Erde leben und in ihrem unterschiedlichen Verhalten erforscht und verglichen werden können. Die Wölfe leben so natürlich wie möglich. Zur besseren Beobachtung und Versorgung haben die Wölfe nur zu wenigen Menschen als Bezugspersonen direkten Kontakt. Freund hatte über 30 Jahre lang mit den Wölfen gelebt und den Wolfspark weltweit bekannt gemacht. Nach seinem Tod 2014 führt Tatjana Schneider, die mit Werner Freund über 20 Jahre zusammen gearbeitet hat, die Arbeit in seinem Sinne fort.