1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Merzig

Wölfe spielen sich in einen Rausch

Wölfe spielen sich in einen Rausch

Die Handballer des HSV Merzig-Hilbringen bleiben in der Oberliga auf Erfolgskurs. Im Heimspiel gegen den TV Nieder-Olm feierte das Team von Trainer Marcus Simowski einen 37:21-Kantersieg.

Die Begeisterung auf den Rängen der Merziger Thielsparkhalle kennt keine Grenzen. Mit stehenden Ovationen feiern die mehr als 300 Zuschauer am Samstagabend den starken Auftritt der Handballer des HSV Merzig-Hilbringen. Die Spieler des Oberligisten, die soeben ein klares 37:21 gegen den TV Nieder-Olm eingefahren haben, danken es den Fans mit La-Ola.

Zu Hause bleiben die Wölfe in dieser Saison einfach eine Macht. Der Sieg über die Rheinhessen war für das Team von Marcus Simowski bereits der vierte Erfolg im vierten Heimspiel. Kein Wunder, dass Merzigs Trainer im Anschluss lobende Worte findet: "Dass wir derart klar gewinnen, hätte ich nicht unbedingt erwartet. Die Deckung war heute wieder der Schlüssel zum Sieg. So langsam kapieren es die Jungs, dass es nur über eine starke Verteidigung gehen kann", sagte Simowski.

In der Tat: Die Abwehr des HSV präsentierte sich von Beginn an hellwach. Bis zum 4:4 nach zehn Minuten hielten die Gäste noch mit, dann aber konnten sich die Wölfe mit einem Zwischenspurt auf 8:4 absetzen. In dieser Phase war vor allem auch auf Torwart Andrej Kessler Verlass, der nicht nur einen Siebenmeter, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Bälle entschärfte. Allerdings agierten die Gastgeber beim Versuch, ihr schnelles Umschaltspiel anzubringen, einige Male auch etwas kopflos. "Der jugendliche Wahnsinn war in der ersten Halbzeit unser größtes Manko. Wir haben stellenweise zu hektisch gespielt und uns somit ein wenig selbst um den Lohn gebracht", analysierte Simowski. Die Folge: Mit 16:12 fiel Merzig-Hilbringens Vorsprung zur Halbzeit verhältnismäßig gering aus. Nach der Pause gab es für den HSV aber kein Halten mehr. Als Anführer des jugendlichen Wahnsinns entpuppte sich vor allem Neuzugang Tom Paetow, der den fehlenden Linksaußen Sebastian Klein glänzend vertrat und insgesamt zwölf Treffer beisteuerte. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns in einen Rausch gespielt. Der Blick auf die Tabelle beflügelt uns momentan einfach", sagte der 19-Jährige.

Und so zogen die Wölfe Tor um Tor davon - und lieferten den Zuschauern noch das ein oder andere Schmankerl: Wie etwa bei Paetows letztem Treffer zum 36:19, als er auf Vorlage von Lucian Scheid mit einem Kempa-Trick erfolgreich war. Trotz des am Ende deutlichen Erfolgs, mit dem der HSV bei einer Partie weniger das nach Minuspunkten (11:3 Zähler) beste Team der Liga bleibt, hält Simowski den Ball lieber flach: "Unser Hauptziel bleibt aber der frühzeitige Klassenverbleib."

Die Tore des HSV: Tom Paetow 12, David Pfiffer 5, Marius Merziger, Laszlo Kincses je 4, Lucian Scheid, Julius Rost je 3, Lars Pfiffer, Peter Lauf je 2, Norbert Petö, Tomas Kraucevicius je 1.