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Wo steht die Stadt Merzig, wo will sie hin?

Blick auf Merzig aus der Vogelperspektive. Foto: Sparkasse
Blick auf Merzig aus der Vogelperspektive. Foto: Sparkasse FOTO: Sparkasse
Merzig. In die Erstellung eines Leitbildes für Merzig sind auch die Bürger mit eingebunden. Die Verwaltung will von ihnen wissen, was ihre Stadt ausmacht. Bis 31. August kann der ausgefüllte Fragebogen abgegeben werden. Christian Beckinger

Die Kreisstadt Merzig will ein Leitbild für sich erstellen und lädt die Bürger dazu ein, ihre Ideen, Vorschläge und Bewertungen in diesen Prozess mit einzubringen. In der vergangenen Woche ist erstmals ein Fragebogen hierzu im Mitteilungsblatt "Neues aus Merzig " erschienen, der auch auf der Internetseite der Stadt abrufbar ist.



Was muss verbessert werden?

Darin werden die Teilnehmer unter anderem gefragt, was ihnen an Merzig am besten respektive am wenigsten gefällt. Die Bürger sollen weiterhin angeben, warum Merzig einen Besuch wert ist. Auch interessiert die Verwaltung, wo es aus Sicht der Bürger noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt und wo aus ihrer ganz persönlichen Sicht die Schwerpunkte der Entwicklung in der Kreisstadt in den kommenden 15 Jahren liegen sollen.

Bürgermeister Marcus Hoffeld erläutert gegenüber der SZ den Grundgedanken, der hinter dem Leitbild-Prozess steht: "Wir stellen uns mit Unterstützung unserer Bürger gerne den beiden Fragen: Wo stehen wir heute? Und wo wollen wir bis 2030 hin?" Das neue Leitbild soll der Stadt gleichsam wie ein Navigationssystem den Weg in die Zukunft weisen.

"Wir haben uns in den letzten Wochen Gedanken gemacht, wie wir uns selbst sehen", ergänzt Nicole Leinen, als Leiterin der Abteilung Zentrale Steuerung in verantwortlicher Position für das Projekt zuständig. Es habe zunächst eine Ideensammlung innerhalb eines Kreises von etwa zwei Dutzend Verwaltungsmitarbeitern gegeben. In einer zweiten Runde seien dann auch die Mitarbeiter der städtischen Einrichtungen in die Ideensammlung mit einbezogen worden. Aus vielen unterschiedlichen Etiketten, die heute der Stadt angehaftet werden können, einige wenige zentrale Botschaften machen, die beispielhaft für Merzig stehen - das soll der Leitbild-Prozess bewerkstelligen. Eine erste Charakterisierung ist bereits bei der verwaltungsinternen Ideensammlung herausgekommen, heißt es aus dem Rathaus: "Wir sind ‚Wohlfühlstadt mit Gemütlichkeit' und liegen im Dreiländereck. Das sind aus unserer persönlichen Sicht, die Themen, mit denen wir uns richtig von anderen abheben."

Denn Natur, Kultur- und Freizeitangebote hätten auch andere, benachbarte Kommunen zu bieten. Vier thematische Schwerpunkte hätten sich inzwischen herauskristallisiert, die unter prägnanten Oberbegriffen zusammengefasst wurden: "Heimatgefühle", "NaturTraum", "Kultur und Abenteuer" und "Im Herzen Europas".

Zukunftswerkstatt

Doch nun will die Verwaltung auch von den Bürgern selbst wissen, was aus deren Sicht die Stadt Merzig ausmacht. Dabei, betont Nicole Leinen, "wollen wir nichts erarbeiten, was dann irgendwann in der Schublade landet". Die eingereichten Fragebögen werden anonym ausgewertet und sollen in einer offenen Zukunftswerkstatt, die am 28. November stattfinden soll, als Grundlage dienen. Zur Teilnahme an dieser Zukunftswerkstatt seien alle interessierten Bürger eingeladen, unterstreicht Bürgermeister Marcus Hoffeld . Und ruft die Merziger zum Mitmachen auf: "Beteiligen Sie sich und gestalten Sie aktiv die Zukunft unserer Stadt mit!" Bis 31. August besteht die Möglichkeit dazu, bis zu diesem Termin sollen die ausgefüllten Fragebogen wieder bei der Verwaltung vorliegen.

www.merzig.de