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Wo Gourmets voll auf ihre Kosten kommen

Wo Gourmets voll auf ihre Kosten kommen

Hochbetrieb herrschte in der Merziger Fußgängerzone, wo am Samstag der Markt der Köstlichkeiten in bewährter Manier über die Bühne ging. Aus dem ganzen Saarland kamen die Besucher, um die verlockenden Angebote zu genießen.

"Mit dem Markt der Köstlichkeiten hat unsere Kreisstadt ein Erfolgsprodukt geschaffen, das von der Bevölkerung angenommen wird", sagte Bürgermeister Marcus Hoffeld am Rande der Inthronisation des Viez-Dreigestirns (wir berichteten).

Rund 60 Händler hatten ihre Stände von zehn bis 18 Uhr in der Fußgängerzone aufgebaut und boten nahezu alles auf, was nicht nur Gaumenfreuden bereitet. Allerlei Sorten von Wurst und Käse, Gelees, Marmelade und Honig, aber auch Alkoholisches wie Schnäpse, Liköre, Rot- und Weißweine. Dazu gab es noch Senf-, Essig- und Ölspezialitäten, Obst sowie Geschenk-und Dekoartikel. Natürlich Stände mit Bier und Würstchen, andere hatten Süßes und Leckeres, für jeden Geschmack wurde etwas geboten.

Und der Besuch konnte sich wieder mal sehen lassen. Dicht an dicht drängten sich die Besucher durch die enge Gasse. Auf der Bühne in der oberen Poststraße wechselten sich Modeschauen des Designer-Outlets Christine Otto und von "engels mode & schmuck" mit Vorführungen der Tanzschule "La Danse" unter gekonnter Moderation von Uli Soumann ab.

Auf der Hauptbühne vor dem Alten Rathaus zeigte Koch Christoph Latz vom Hotel Roemer ein "Auf der Haut gebratenes Lachsforellenfilet an Safran-Sauce auf Viez-Chicoree". Kollege Andreas Kranz vom Ellerhof zerlegte und garte fachmännisch einen Reh-Rücken. Natürlich gab es Kostproben davon.

Ebenso hatten die weiteren Händler etliche Schnäppchen im Angebot, Sonderangebote. Diese hat auch das Ehepaar Sara und Marko Jenal aus Saarlouis ausgiebig probiert. Von Bekannten wurden sie auf den Markt aufmerksam gemacht. "Wir haben es nicht bereut, er ist schöner als erwartet", sagten beide unisono. Stammgäste auf dem Markt sind die Eheleute Thomas und Iris Streit, die in Wellingen die Oberwiesenhof-Schnapsbrennerei in der vierten Generation betreiben.

"Unsere Stammkunden kennen unsere guten Produkte, erwarten dass wir auf dem Markt sind", erzählen sie. Seit dem ersten Markt vor mehr als zehn Jahren erfüllen sie diesen Kundenwunsch gerne, der sich für beide Seiten lohnt. Zum Inventar des Marktes gehört auch die Bliesgau Ölmühle.

"Wir haben uns ganz dem Anbau und der Herstellung von heimischen, genussreichen und seltenen Speiseölen verschrieben", klärt Patric Bies auf. Sein Vater ist Merziger, da ist das Kommen geradezu ein Muss. Er war bislang immer mit dem Interesse und Verkauf an seinem Stand zufrieden. "Wir probieren alles, was schmeckt und gut riecht", gaben sich die Eheleute Michaele und Jürgen Auweiler ausgesprochen fröhlich. Beide kommen aus Merzig , und sie finden es toll, dass die Kreisstadt einen solch genussreichen Markt zu bieten hat.

Natürlich wird auch eingekauft. Viele Bekannte, auch von auswärts, haben sie getroffen. Manfred Schwarz aus Hemmersdorf war zum ersten Mal beim Markt der Köstlichkeiten. "Meine Frau wollte sich neue Schuhe in der Stadt kaufen, hat sie aber nicht, aber ich habe welche bekommen", erzählt Schwarz. Den Markt werde man wohl auch im kommenden Jahr besuchen, "das Flair und Drumherum war in Ordnung, die vielen Kostproben ebenso".