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Handball
„Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis“

TuS-Trainer Markus Zeimet muss derzeit viel improvisieren. Wegen der Verletzungsmisere hat er Oldie Dennis Koppenburg reaktiviert.
TuS-Trainer Markus Zeimet muss derzeit viel improvisieren. Wegen der Verletzungsmisere hat er Oldie Dennis Koppenburg reaktiviert. FOTO: rup / D-66787 Wadgassen H:0172 7172400
Brotdorf. Handball: Brotdorf wartet 2018 weiter auf die ersten Punkte. Merzig-Hilbringen schickt Kampfansage an Meister Niederwürzbach. Von Roland Schmidt

Doppelter Einsatz am Wochenende: Die Saarlandliga-Handballer des TuS Brotdorf müssen in den kommenden Tagen gleich zwei Mal ran. Die erste Chance auf die ersten Punkte des neuen Jahres hat der Tabellensiebte bereits an diesem Freitag um 20 Uhr im Nachholspiel bei der VTZ Saarpfalz II. Nach dem Duell beim abgeschlagenen Schlusslicht (erst ein Punkt) treten die Jungs von Trainer Markus Zeimet dann am Sonntag vor eigenem Publikum gegen den Tabellenzehnten HSG Nordsaar an. Anpfiff in der Seffersbachhalle ist um 17 Uhr. „Zwei Punkte sind das Minimum. Vier Punkte wären mir lieber. Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis“, sagt Zeimet und denkt an den Fehlstart im neuen Jahr.


Bei der SGH St. Ingbert (30:33) und bei der HSG Saarbrücken (26:34) ging sein Team zuletzt leer aus. Vor der Winterpause belegte es noch Rang fünf, nun droht das Abrutschen. Der Tabellenelfte Merchweiler ist nur zwei Punkte zurück. Die Ausfälle von Linksaußen Sebastian Klein (Operation am Ohr), Torwart Wasili Maier (Kreuzbandverletzung) und Kreisläufer Michael Oehm (Rückenbeschwerden) zeigen bei den Wombats Wirkung. Der Druck auf den Rest-Kader wächst. „Die Belastungen steigen. Wir müssen improvisieren“, seufzt Zeimet und beordert Kreisläufer-Oldie Dennis Koppenburg aus der zweiten Welle ins Saarlandliga-Aufgebot. „Die Tabelle liest sich noch gut, aber wir müssen unbedingt punkten“, fordert Zeimet am Doppelspieltag vollen Einsatz.

Vollgas gab zuletzt auch der HSV Merzig-Hilbringen, der an diesem Sonntag um 18 Uhr den TV Niederwürzbach (4.) in der Thielspark-Halle empfängt. Im Verfolger-Duell beim Tabellenzweiten SV Zweibrücken II bestimmte der Tabellendritte am Sonntag über weite Strecken das Spiel, führte mit 20:17 (45.) und kassierte erst 30 Sekunden vor dem Abpfiff das entscheidende Gegentor zur unglücklichen 21:22-Niederlage. „Die Mannschaft hat toll gekämpft, aber es haben die letzten Körner gefehlt. Trotz der Umstände war die Niederlage unnötig“, sagt Michael Göbel.



Dejan Pavlov (Nasenbeinbruch), Alex Bernardy (Armverletzung) und Matthias Hoffeld (Hüftprobleme) mussten zuletzt pausieren. Das Comeback im Duell gegen den Tabellenvierten ist fraglich. Am Siegeswillen ändert es nichts. „Nachdem wir in Niederwürzbach verpfiffen worden sind und knapp mit 25:26 verloren haben, haben wir am Sonntag einiges vor“, sagt Göbel und schickt dem amtierenden Meister eine klare Kampfansage.