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Bausalon
Wichtige Tipps und Infos für Bauherren

Kunden informieren sich über Neuheiten beim Merziger Bausalon.
Kunden informieren sich über Neuheiten beim Merziger Bausalon. FOTO: Tina Leistenschneider
Merzig. Über 70 Aussteller präsentierten sich am Wochenende beim Merziger Bausalon. Der Gastgeber zählte rund 5000 Besucher.

Ein neues Bad mit einer begehbaren Dusche, eine energiesparende Heizung oder neue Fenster: Wer auf Inspirationssuche rund ums Thema Bauen war, wurde auf dem vierten Bausalon, der Messe für Bauen, Wohnen und Energie, fündig. Originalgetreue Fenstermuster in verschiedenen Farben mit Holz- oder Kunststoffnahmen, Fliegengitter und Treppen sowie Sanitäranlagen füllten den Saal der Merziger Stadthalle und gaben den Besuchern vor Ort viele Ideen, wie ihr neues oder renoviertes Zuhause aussehen könnte.


Mehr als 70 Aussteller präsentierten Neuheiten aus den Bereichen Bauen, Renovieren und Sanieren. Etwa 70 Prozent der Aussteller kommen dem Veranstalter Michael Frits zufolge aus der Region, wie der Dachdecker Michael Schorn aus Beckingen. Der Zimmermeister ist zum zweiten Mal auf dem Bausalon und berät Interessierte zu den Themen Bedachungen, Holzbau und Dämmungen. Er möchte vor Ort konkrete Kundenanfragen aus der Region beantworten und dabei auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen.

Denn die Dämmung des Daches muss seinen Worten nach den Ansprüchen des Kunden entsprechen. Ihm liege insbesondere das Thema Verträglichkeit am Herzen. „Ich verwende nur Materialien, in denen ich auch meine Kinder spielen lassen würde“, sagt Michael Schorn, der auf eine ökologische, aus Holzfaser bestehende Dämmung setzt. Von Stein-, Glas-, und Mineralwolle als Dämmschutz halte er nicht viel, da diese Allergien auslösen könnten. Allerdings ließen sich diese Materialien je nach Gebäude nicht vermeiden, da Steinwolle besonders hitzebeständig sei. Mit der Anzahl der Besucher ist Michael Schorn am Samstag zufrieden: „Wenn ich alle Anfragen als Aufträge bekäme, könnte ich nicht alle schaffen“, erzählt er. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, gute Kunden zu finden und diese Kontakte auch zu pflegen.



Die Größe des Bausalons findet er gut, ihm würde es ebenfalls zusagen, wenn die Veranstaltung bereits Freitagabend für ein paar Stunden die Türen öffnen würde.

Größer vorgestellt hatte sich Heinz Weyand aus Nalbach die Ausstellung, die ihm im Großen und Ganzen gefällt. Er wünscht sich allerdings, dass der Veranstalter auf das Zelt auf dem Stadthallenparkplatz verzichtet und alle Aussteller in der Stadthalle unterbringt. Außerdem gefällt ihm nicht, dass zu viele Immobilienfirmen an der Messe teilnehmen. Der Fokus lag auf den Bereichen Neubau, Energieeinsparung und Einbruchschutz, wie Gastgeber Michael Frits sagt, aber auch Dekorationsartikel wurden angeboten. „Insgesamt sind wir breit aufgestellt, und man findet hier von allen Themengebieten etwas“, sagt Frits. Erstaunt ist er darüber, wie vorbereitet die Menschen bei ihrem Besuch sind: „Die Leute kommen gezielt mit Wissen an die Stände, um Termine zu vereinbaren.“

Fenster, Überdachungen, Markisen, Garagentore und Fenstertüren aus eigener Produktion bekommen Kunden bei der Firma Heim und Haus aus Homburg. Bereits zum vierten Mal nimmt Christian Schneider am Bausalon teil und zeigt sich am Samstag zufrieden mit den Besucherzahlen. „Für mich ist es wichtig, auf der Messe Kontakte mit Kunden zu knüpfen und Beratungs- sowie Verkaufsgespräche zu vereinbaren“, erzählt er. Zum Ausstellungsangebot gehören ebenfalls Bodenbeläge, Kaminöfen, Dekorationsartikel und Fliegengitter, zu der die Firma Anti-Sect aus Zweibrücken ausstellte. „Wir bieten einen professionellen Insektenschutz, der nach Maß gefertigt wird“, sagt Heike Leonhardt-Noh. „Die Fliegengitter werden für alle Öffnungen wie Fenster, Türen, Dachfenster und Lichtschächte produziert und sorgen so für eine dauerhafte und langlebige Abdeckung, die man aufgrund ihrer robusten Konstruktion nicht mit Klebegittern vergleichen kann.“

Die Gitter seien einfach ein- und auszubauen. Außerdem reagiere das Unternehmen auf die wachsende Nachfrage nach Pollenschutz, für den man ein Gewebe entwickelte, das 99 Prozent der Pollen vom Eindringen in das Haus abhält. Daher bestehe an ihrem Stand großes Interesse an diesem Produkt, sagt Heike Leonhardt-Noh. Einen Umbau seines Hauses plant Bernhard Stauner aus Wallerfangen, der sich über die Möglichkeiten informierte, wie man ein Haus aufstocken oder erweitern kann. Diese Gelegenheit nutze er zur Kontaktherstellung bei ortsansässigen Firmen, weswegen er sich noch mehr Aussteller und eine größere Schau wünschte. „Die Messe deckt nicht alle Themen ab“, sagt Stauner, für den vor allem Innenausbau und Smart-Home zu kurz kamen.

Der Bausalon hat sich nach Aussage von Frits mit etwa 5000 Besuchern an beiden Messetagen etabliert. Für die Zukunft hofft er, den Status Quo in Merzig beizubehalten und weitere Aussteller zu gewinnen.

(leis)